Kanufahren und Lachse gucken

Reisezeitraum:   1. – 11.August 2018

Probleme: Schalter für Rückwärtsganglicht repariert

Strecke: ca. 1500 km

Gesamtstrecke: ca 18000km


 

Drei Stunden haben wir nach Bären Ausschau gehalten und uns nett mit jemand aus Deutschland unterhalten. Dann sind wir los, wieder zurück Richtung Haines Junction. Wir genießen wieder das tolle Panorama, diesmal aus der anderen Richtung und fahren noch mal an den CP am Dezadeash Lake. Mit Feuer und draußen sitzen wird es am Abend dann nichts, der Wind bläst uns fasst weg.

Die nächsten 2 Tage verbringen wir in Whitehorse mit Besichtigung der längsten Fischtreppe der Welt und dem Miles Canon, wir gehen ins Hallenbad (mmmh klasse) und machen Großeinkauf. Wir suchen vergeblich passendes Motorenöl für einen langsam notwendigen Ölwechsel, aber Dieselöl in der geforderten Qualität gibt’s nicht. Wir treffen Brigitte und Gottfried mit ihrem Hymer, die kein Ersatzrad dabei haben. Wir unterhalten uns prima und verbringen einige Zeit miteinander.

 

Dann wollen wir die Vorderreifen drehen lassen, was einen separaten Bericht rechtfertigt.

Von Whitehorse fahren wir südwärts Richtung Carcross in eine kleine Sandwüste, die uns total begeistert. Mitten im Yukon sieht es aus wie am Rand der Sahara. Hier verlieren wir auch Gottfried und Brigitte., Abends an unserem versteckten Stellplatz aus iOverlander tauchen dann andere sie plötzlich auf – Birgit und Jens. Jens ist in Kleinaspach aufgewachsen. Gemeinsam verbringen wir einige schöne Tage miteinander, fahren nach Wattson Lake und an den Boya Lake wo wir 2 Nächte bleiben. B+J haben ein Boot dabei, das wir mal benutzen dürfen, schöne Sache auf dem karibikblauen See zu paddeln.
Abends kommen dann auch noch Ole und Uta aus Zittau dazu.

 

Nach 2 Nächten an dem wunderschönen Boya Lake fahren wir in einer Tagesetappe bis kurz vor Stewart hinunter (450km). Die ersten 150km begleitet uns Rauch vom Waldbrand am Telegraph Creek – 200km entfernt. Aber der Kreuzung dahin wird es dann schlagartig besser.

In Stewart müssen wir einen Regentag überbrücken, es gießt aus allen Eimern. Am Tag darauf wieder super Wetter. Wir fahren hinüber nach Alaska, ja hier ist die südlichste „Stadt“ in Alaska, nur über Kanada erreichbar. A, Salmon Creek sind wir schon früh morgens und bestaunen die vielen vielen Lachse die sich im Bach bergauf mühen. Mann da mal die Angel reinhalten! Aber Bär will sich uns keiner zeigen. Wir stehen uns 3 Std die Füsse in den Bauch und fahren dann hinauf zum Salmon Glacier. Es geht 30km auf Schotterpiste das Tal hinter und den Berg hinauf. Dann stehen wir auf 1200hm und bereits gute 500m über dem riesigen Gletscher, der hier bis auf ca. 700m über dem Meeresspiegel hinunter reicht.

Abends haben wir dann auch noch Glück und sehen einen Grizzly beim Lachs fangen zu. Er knappert den dann an und lässt den Rest liegen ;-((

Top of the World Highway + Haines Highway

Reisezeitraum:  25. – 1.August 2018

Probleme: Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt
(passendes Werkzeug fehlt)

Strecke: ca. 1250 km

Gesamtstrecke: ca 16000km

Bericht

Top of the World Highway nach Alaska
25.7. – 27.7.2018

Wir verlassen morgens den CP in Dawson und fahren noch mal mit der Fähre über den Yukon. Nach einem Chat mit zuhause geht es dann auf den „Hausberg“ von Dawson, von wo man eine tolle Aussicht über die zerwühlte Landschaft hat. Mittlerweile ist aber viel wieder überwachsen.

Den Bonanza Creek, wo 1897 die ersten Gold Funde gemacht wurden lassen wir uns auch nicht entgehen. Wir schauen uns dort den größten (wie alles hier 😉 ) jemals gebauten Schwimmbagger an, der bis 1966 in Betrieb war. Ich frag mich nur wo der geschwommen sein soll? Na jedenfalls liegt er jetzt auf dem Trockenen.

Zurück geht es wieder über den Yukon und dann fahren wir den Top of the World HW. Der heißt so, weil er beständig entlang eines Höhenzuges verläuft, immer zwischen 1000 und 1200 Höhenmeter. In diesen nördlichen Gegenden sieht man dann gleich das die Vegetation eine andere ist als im Tal.

Und die Fahrt hält was der Reiseführer verspricht. Immer wieder grandiose Ausblicke in die unendlich weite Landschaft, keine Straßen, Dörfer oder Häuser. Das Wetter ist super und wir genießen die Fahrt über die raue Piste. Nach 90km erreichen wir die Grenze nach Alaska, mitten im Nichts an einem Berghang. Die Einreise ist diesmal easy, waren wir doch bereits in den Staaten und der Grenzbeamte ist äußerst freundlich. Keine Fahrzeugkontrolle, hätten wir das gewusst wäre der Einkauf in Dawson anders ausgefallen.

Ab der Grenze ist die Straße für einige Kilometer toll asphaltiert, bevor sie dann doch wieder zur Piste wird. Der erste Eindruck von den USA soll wohl ein guter sein ;-).

Wir finden einen netten Campground am Fluss in dem wir sogar baden. Es ist warm und in der Sonne bekommt man fast einen Stich.

 

Alaska

Dem 50. Staat der USA statten wir nur einen kurzen Besuch von 2 Tagen ab. Aber nicht unerwähnt soll das erste Dorf hinter der Grenze bleiben: Chicken Downtown!

Besteht aus 3 alten Hütten der ersten Pioniere, in denen heute ein Souveniershop, eine Burgerbraterei (mmh war lecker) und ein Cafe im Sommer betrieben werden.

Echt urig.

Im „neuen“ Chicken gibt es allerdings auch noch ein Postoffice, die kommt 2 x Woche per Flugzeug, einen RV-Campground und ein Motell.

Über Tok geht es dann wieder Richtung Kanada, mit Übernachtung an der Strecke.

 

Zurück in Yukon und dann wieder Alaska
27.07. – 31.07

Die Strecke von Tok / Alaska bis Haines Junction / Yukon folgt wieder dem Alaska Highway. Die ersten 200km bis Beaver Creek sind recht eintönig, wenn auch die Weite der Landschaft uns immer noch begeistert. Beaver Creek sind dann auch nur 5 Häuser, 1 Motel und eine Tankstelle. Beaver Creek hat die größte 😉 Goldwaschpfanne der Welt.

Nach weiteren 100 km erreichen wir Burwash Landing, Größe siehe Beaver Creek ;-). Es gibt einen netten Info-Center mit Free Wifi und wir telefonieren mit zuhause.

Dann nach weiteren 50km erreicht der Alaska HW den Kluane Nationalpark und verläuft immer an dessen östlicher Grenze entlang. Die Landschaft wird interessanter, rechts türmen sich hohe, manchmal sogar vergletscherte Berge auf. Die Elias Mountains mit den höchsten Bergen Kanadas sind bis zu 4500m hoch.

Vom Visitorcenter im Kluane NP machen wir eine kleine Wanderung hinauf auf einen Aussichtspunkt. Am Begin des Trail steht ein Gedenkstein, der an den Tod einer Wanderin durch einen Grizzly 1996 erinnert. Und so rufen wir während der Wanderung immer laut Bääärbel!!
Es ist heiß und so drehen wir nach 2 Std wieder um, für die Aussicht hat sich die Plaggerei aber gelohnt.

Der Visitorcenter liegt in einem weiten Flussdelta das in den Kluane Lake mündet. Es ist recht sandig dort, und der Wind drückt immer wieder Wasser in  das Delta, was dann verdunstet, so ist eine richtige Salzschicht auf dem Sand entstanden.

 

Die fahrt geht weiter, am Westufer des Kluane Lake, dem größte See in Yukon. Wir finden einen super Platz zum übernachten, direkt am See.

In Haines Junction (900 Einwohner) starten wir einen vergeblichen Einkaufsversuch. Zwar hat das Kaff 2 Tankstellen, einige Motels, Schule und einen gigantisch großen Visitorcenter (wieder Free WiFI + Tel. nach Hause), aber einen Supermarkt suchen wir vergeblich. Einzig an einer Tankstelle gibt es einen kleinen Store, mit einer sehr begrenzten Auswahl, teuer dazu noch. So wird der Vorrat weiter gestreckt, 4 Mittagessen bringen wir noch zusammen, Brot backen geht noch 3x und Bier haben wir auch noch 2 Büchsen – na geht doch.

Am Dezadeash Lake finden wir 50km weiter einen Traum Campingplatz. Das Wetter ist spitzenmäßig, 25° C leichter Wind, und wir beschließen 2 Nächte zu bleiben. Sogar baden ist möglich, erst ist es etwas frisch, aber dann …klasse!

Am Pausentag (schon wieder) faulenzen wir in der Sonne, baden und genießen die Ruhe, nichts, keine Lärm, kein Radio, klasse!

So langsam müssen wir Gas geben. Ziel ist in der 3. Augustwoche in Seattle bei Steve zu sein. So wie wir zur Zeit unterwegs sind würde das eng werden. Fahren wir die letzten Tage doch max. 150km / Tag.

 

Haines / Alaska

Ab Haines Junction befinden wir uns auf dem Haines HW, der 240 km hinunter nach Haines führt, einer Enklave Alaskas, die nur über Kanada oder mit Schiff oder Boot erreicht werden kann. Die Strecke dort hinunter ist laut Reiseführer eines der schönsten Strecken in Yucon. Und wie wir feststellen ist das ziemlich untertrieben.

Wir starten recht früh morgens (9 Uhr ;-)) am Dezadeash Lake, knallblauer Himmel begleitet uns und wir fahren die bisher schönste Strecke. Zuerst begeistert die Landschaft entlang des Tatshenshini-Alsek Provincal Parks mit vergletscherten Bergen, dann fasziniert der 75 km lange Abschnitt in British Columbia um den Chilkat Pass durch sein herrliches Panorama über einer weiten baumlosen Hochebene.

Ab der US-Grenze folgt die Straße dem immer breiter werdenden Chilkat River bis Haines. Haines, mit 2000 Einwohnern liegt auf einer weit in den Lynn Canal hineinreichenden Landzunge. Die Lage am Salzwasser mit ringsum schneebedeckten Bergen ist einmalig.

Im örtlichen kleinen Supermarkt decken wir uns mit dem nötigsten für 3 Tage ein, dann geht es ans Ende des Chilkoot Inlet zum Bären gucken. Hier schwimmen die Lachse den Fluß hinauf und die Bären warten darauf.

Und schwup, läuft uns doch gleich 10m vor dem Auto eine riesige Grizzlymutter mit 3 Jungen über den Weg und verschwindet im Gebüsch.

Am nächsten Morgen fahren wir recht früh noch mal dorthin, haben aber kein großes Glück.

Campell und Klondike Highway bis Dawson City

Reisezeitraum:  16. – 24.Juli 2018

Probleme: Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt
(passendes Werkzeug fehlt

Strecke: ca. 1200 km

Gesamtstrecke: ca 14500km


Bericht

Gemeinsam mit Bruno und Ursi nehmen wir den Campell Highway unter die Räder. Wir fahren nicht im Konvoi, aber treffen uns immer wieder und verbringen so 3 lustige Tage miteinander.

Der Campell Highway ist wesentlich einsamer als der viel befahrene Alaska Highway. Ab Wattson Lake fahren wir erstmal 150 km und es kommen uns nur 2 Autos entgegen. Zuerst ist noch Asphalt, später eine gute Schotterpiste, die allerdings aufgrund des immer wieder kommenden Nieselregens aufgeweicht ist, so das es eine schöne Schmotze gibt, die unseren Olli einsaut. Auf der Strecke finden sich immer wieder kleinere „Sehenswürdigkeiten“ aus der Zeit der Entdecker und Pioniere.

 

Die Landschaft ist weit und einsam, trotzdem gibt es immer wieder Campgrounds. Plumpsclo und Feuerholz bei 12 C$ (8 Euro) inbegriffen, da kann man nicht meckern Wasser gibt’s im See.

In Faro,bleiben wir 2 Nächte, hier gefällt es uns besonders gut, spricht die Betreiberin vom nett hergerichteten Infocenter doch echtes Bayrisch. Wir haben allerhand zu erledigen, Wäsche waschen, duschen (warm mmmh) Berichte schreiben und hochladen u.s.w. Ja reisen ist kein Urlaub ;-))

Von Faro fahren wir dann wieder getrennt bis Carmacks. Dort gibt es wieder ein nettes Infocenter, welches über die First Nation und die „Eroberung“ des Nordens berichtet. Das ist immer sehr schön anhand alter Bilder erklärt.

 

Ab Carmacks geht die Fahrt endlang des Yukon Rivers, den die Goldsucher Ende des vorletzten Jahrhunderts auch runter gefahren sind, allerdings nicht wie wir auf der Straße. Kurz hinter Carmacks kommen die Five Finger Rapids, jene berühmte Stromschnellen, durch die die Goldsucher auf ihren selbst gezimmerten Flossen hindurch mussten. Es sind fünf Kanäle zwischen den Felsen hindurch, der linke war angeblich der angenehmste zum passieren. Die Raddampfer wurden dort stromaufwärts an einem Stahlkabel gezogen.

Wir campen an Flüssen, machen jeden Abend das obligatorische Lagerfeuer und es ist ab Faro nun auch super Wetter. Nur Bier haben wir mal wieder keines dabei. Das bekommt man hier auch nicht überall.

 

In Carmacks endet der Campell Highway und wir befinden uns nun auf dem Klondike Highway, dem wir bis Steward Crossing folgen. Dort biegen wir ab auf den Silver Trail, der uns noch mal 100km abseits in die Wildnis führt.

Auf dem Silver Trail ergreift uns das Yukonfieber nun vollends. Es ist einfach eine geile Landschaft durch die wir fahren, kaum das wir jemanden oder ein Auto treffen. Von der Abzweigung in Steward Crossing, was selber nur ein Kaff ist, bis Majo sind es knapp 50km, so wie Stuttgart – Heilbronn. Hier kommt auf der Strecke aber nix, im Gegensatz zu Stgt – Hlb !! Majo selber sind ca. 20 Häuser / Hütten, 1 Kirche, 1 Tanke und ein Laden. Alles schön mit viel Platz dazwischen, und natürlich ca. 50 Schrottautos.

Von Majo geht es dann noch mal 50km Schotterpiste nach Keno – eine alte Silberminenstadt. Die Mine ist z.Zt. aber stillgelegt. In Keno ist noch weniger los als in Majo, aber seht selbst.

 

In beiden Orten gibt es ein nettes Infocenter / Museum, wo man die alten Bilder und Gegenstände aus der Entdeckerzeit anschauen kann.

 

Und Internet gibt es auch! Nicht wie in Deutschland, wo rumgeredet wird von wegen schnelles Internet. Hier legt man eben mal 1000km Kabel durch die Wildnis, was solls 😉 Natürlich Free WiFi !

Der Rückweg von Keno führt uns über eine 50km Lehmpiste (es ist die Duncan Creek Road) zurück nach Majo, wo wir uns wieder wie gestern an den Bach am Ortseingang stellen. Es ist warm und bis 23:30 Uhr hell.

Auf einer recht langweiligen Fahrt entlang des Klondike Highway erreichen wir am nächsten Tag Dawson City. Hier treffen wir auch Andrea und Walter wieder. Wir nisten uns auf dem Campingplatz auf der anderen Seite des Yukon Rivers ein. Diesen erreicht mn nur mit der Fähre, die aber immer nach Bedarf fährt.

Einem gemeinsamen Grillabend folgt anschließend noch der Besuch des Spielcasinos und der Show in der Diamond Tooth Gerties Gambling Hall. Man kann Roulette, Poker oder Black Jack spielen. Doch das gibt unsere Reisekasse nicht her und so sehen wir lieber bei einem schalen Canadabier der Can-Can-show zu. Das Abiente ist einzigartig und Sohn M. amüsiert sich köstlich.

Am nächsten Morgen, Andrea und Walter ziehen bereits weiter, machen wir noch einen netten Spaziergang durch Dawson, schauen uns die renovierten Häuser an, auch die nicht renovierten, und hängen mittags am CP ab.

 

 

 

 

Sideseeing in Kanada

Reisezeitraum:  24.Mai – 1.Juni 2018

Probleme: kein

Strecke: ca. 1560 km

Reiseroute:  BiC NP – Quebec – Ottawa – Tobermory

Reisebericht

Quebec

Wir übernachten gegenüber Quebec auf der anderen Seite des Lorenzstromes in Levis auf einem öffentlichen Parkplatz nahe eines Parks. Am nächsten Morgen nehmen wir die Personenfähre und fahren hinüber nach Quebec, welches uns auf Anhieb sehr gut gefällt. Quebec erinnert an französische Städte, alle Häuser sind aus Stein gemauert, ältere neben neuen, aber alles sehr geschmackvoll. Wir schlendern durch die Gassen und um die Zitadelle. In der Sonne lässt es sich aushalten, nur der Wind ist immer noch kalt.

Auf den großzügig angelegten Plätzen der Innenstadt sind Denkmäler bekannter Personen aufgestellt, die Schulstunden werden anscheinend im Garten vor der Schule abgehalten und in der Mittagspause scheint ganz Quebec joggen zu gehen.

Gegen Nachmittag wird die Altstadt dann von asiatischen Touristen gestürmt und wir  machen uns auf zurück nach Levis und zu Olli um weiter zu fahren. Wir tanken und  kaufen noch ein paar Kleinigkeiten ein. Auch hier merkt man, dass man im französischsprachigen Kanada ist. Das Angebot ist weitaus besser und sogar Bier gibt es im normalen Supermarkt, allerdings zu horenten Preisen.

 

Nationalpark und Hauptstadt

 NP de la Maurice

Nach einigen Kilometern Umleitung finden wir dann doch noch den Eingang zum Nationalpark. Es ist bereits 19 Uhr und der Magen knurrt. Schnell buchen wir uns für zwei Nächte am Campground ein. Dieser liegt malerisch mitten im Wald, von unserem Platz ist kein Sichtkontakt zum nächsten Platz. Wir machen gleich mal ein Feuerchen – das gehört einfach dazu – und grillen. Bei einer Büchse Bier lassen wir den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen wandern wir 3 Stunden auf gut ausgeschilderten Wegen durch den Park. Die Natur ist gerade am erwachen, die Eichhörnchen hüpfen um uns herum – man kommt bis auf 1 Meter an sie ran. Und warm wird es heute auch, 30°C!

Ontario und die Gastfreundschaft

Nachdem wir den Nationalpark für zwei Tage besucht hatten beschließen wir nach Ottawa zu fahren und dort das Museum zur Kulturgeschichte und Besiedelung zu besichtigen. Das Navi führt uns mal wieder zuerst über kleine Straßen und kleine Ortschaften. Überall hat man den Eindruck man ist im Wilden Westen, zumindest sehen die Hauptstraßen so aus, links und rechts kleine Holzhäuschen in allen Formen und Farben mit überdachter Veranda davor.

Egal wo wir anhalten werden wir angesprochen, Olli ist einfach zu auffällig. Die Leute sind äußerst freundlich und wollen wissen wo wir herkommen und wo es hingeht.
Wir stehen an der Ampel, es ist rot, wir wollen gerade aus. Links fährt ein PKW vor, Scheibe runter und man erkundigt sich nach unserem woher / wohin, nur um sich dann anschließend wieder hinten einordnen zu müssen. Unterwegs bekommen wir Daumen-Hoch aus Beifahrerfenster und Dachluke beim Überholen.

Mit der iOverlander-App haben wir einen Campingplatz bei einem Segelflugplatz gefunden, welcher explizit angibt dass er selbst Overlander ist und deswegen gerne andere trifft. Leider hat der Besitzer schlechte Erfahrungen gemacht und bietet das jetzt nicht mehr an. Das erzählt uns Greg, der zufällig auf seinem Tracktor vorbei fährt. Wir erzählen dass wir eigentlich nur was für die Nacht suchen und schon sind wir eingeladen: wir können bei ihm vor dem Haus, welches nur 1 km weiter ist, für die Nacht parken.
Abends sitzen wir bei in der Veranda beim Bier und plaudern, er gibt uns einige Tipps, worauf wir uns auch gegen den Besuch der Niagarafälle entscheiden. Zu viele Besucher, bis zu 40000 am Tag.
Am nächsten Morgen werden wir dann noch mit Kanadischen Frühstück bewirtet und als Gastgeschenk (eher Wirtgeschenk) bekommen wir noch eine Dose Ahornsirup mit. Echt der Hammer, das stell man sich mal bei uns in Deutschland vor.

Ottawa am Sonntag
Der Hauptstadt Ottawa statten wir einen nur kurzen Besuch ab. Wir besuchen das Nationalmuseum zur Besiedelung und Kultur Kanadas. Angefangen von den ersten Menschen, die über die Beringstraße kamen bis in die heutige Zeit wird viel gezeigt. Hat uns sehr gut gefallen, war dann aber doch etwas viel.
Parken in der Hauptstadt war gar kein Problem, auch der Verkehr am Sonntag war völlig entspannt.

Im Anschluss machen wir beim größten hydraulischen Schiffhebewerk noch einen Besuch.
Auf der Weiterfahrt gestaltet sich die Suche nach einem geeigneten Ü-Platz wieder schwierig. Alle abgehenden kleinen Straßen sind privat, Wanderparkplätze o.ä. wie bei uns gibt es nicht. Da eigentlich alles Land in Privatbesitz ist, nicht wie bei uns mit staatlichen Wäldern etc. finden sich nur schwer frei Stellplätze. So stehen wir mitten in Marmora auf dem Dorfplatz und hoffen weiter im Westen wird es besser.

Jesuitenfort und weiter gen Norden

Saint-Marie among the Hurons

Die Fahrt führt uns weiter bis an die Georgian Bay, den östlichen Teil des Lake Huron. Die Kilometer ziehen sich immens und wir dürfen nur 80km/h fahren. So kommen wir erst gegen 16 Uhr am Freilichtmuseum an und verlegen den Besuch auf den nächsten Tag. Die Nacht verbringen wir in Victoria Harbour an einem Strandspielplatz.

Das Freiluftmuseum am nächsten Tag fesselt uns. Es ist der Nachbau der im Jahre 1639 gegründeten Jesuitenstation mitten im Huronengebiet. Es diente den Jesuiten als Stätte der Erholung und den christlichen Wendat-Indianeren (Huronen) als Ort der Sicherheit. Die Missionare lebten unabhängig aber im Einklang mit den Indianern, wobei diese ihr Wissen mit den Missionaren teilten.
Die Konflikte zwischen den Wendat und den Irokesen führten dann 1648 zur Zerstörung von Saint-Marie.

Uns wurde hier sehr deutlich mit  Laihendarstellern gezeigt, wie damals in der rauhen Wildnis gelebt und überlebt wurde. Es war sehr beeindruckend.

Wir fahren weiter die Westküste der Georgian Bay hinauf, im Glauben an eine einsame Küstenlandschaft. Dabei landen wir dann am Wasaga Beach, eine Art San Tropez in Kanada. Schnell ergreifen wir die Flucht. Auch die weitere Küste ist auf hunderte Kilometer nicht zugänglich, ein Privatgrundstück am anderen. Irgendwann hinter dem kleinen Ort Big Bay endlich der erste öffentliche Parkplatz etwas abseits vom nächsten Ort.

 

Bruce Peninsula NP

Wir verbringen einen Ruhetag (2 Nächte) auf dem Campingplatz im Bruce NP. Wir beziehen unseren Platz mit Feuerstelle mitten im Wald. Als wir feststellen, dass es keine Duschen gibt ist Sohn M erstmal sauer, wir behelfen uns mit einem Bad im See und zum Haare waschen mit der Campingdusche hinterm Auto. Abends sitzen wir gemütlich ohne Bier (keines gekauft) am Campfire.

Fähre nach Manitou Island
Von Tobermory nehmen wir am nächsten Morgen die Fähre hinüber nach Manitou Island, auch Manitoulin genannt. Wir haben zwar nicht reserviert, was empfohlen wird, aber wir haben Glück und die Fahrt zur Welt größten Süßwasserinsel findet mit uns statt. Um 13 Uhr geht die Fähre und nach 2 Stunden sind wir drüben und es ist alles anders, viel weniger Häuser, die Orte viel kleiner und kein Walmart mehr. Wir fahren noch bis Espanola dann ist auch schon wieder Abend.

Cape Breton und New Brunswick

Reisezeitraum:  16.Mai – 23.Mai 2018

Probleme: kein

Strecke: ca. 1850 km

Reiseroute:  Halifax – Cape Breton – Fredericton – BiC NP

Reisebericht

 

Back On The Road

Bereits gestern hatten wir die Lokalitäten von Hafen und Zoll mit dem Leihwagen erkundet. Olli stand da schon im Hafengelände. Gegen 16 Uhr haben wir dann die Email von Spediteur erhalten, dass wir die Papiere abholen können.

So stehen wir heute schon um 6:30 auf und sind um 7 Uhr beim Frühstück. Am Nebentisch sitzen Andrea und Walter aus Vaihingen Enz. Sie sind mit dem Schiff mitgefahren und wollen heute auch ihr Auto aus dem Hafen holen. Wir nehmen beide in unserem Leihwagen mit. Erst zum Spediteur, dann zum Zoll („haben Sie Waffen oder Drogen, Alkohol oder Tabak im Auto? – Neeiin“) und dann zum Hafen. Im Nu haben wir das Auto draußen. Keiner hat am Auto irgendwas sehen wollen, geschweige den reinschauen. Wir hätten eine ganze Metzgerei dabei haben können.

Auf dem Parkplatz am Hafen räumen wir dann alles an seinen Platz, Sandbleche aus dem Bett wieder hinten ran, Ersatzkanister und Reifen auch.

Danach zur Tankstelle und dann den Leihwagen abgeben.

Dann ging’s zum Großeinkauf – Walmart und Superstore. Auf dem Walmartmarkplatz haben wir noch was gevespert und sind dann losgefahren.

Über einen Highway sind wir gen Norden gefahren und nach 180km auf dem Campingplatz Cranberry bei New Glasgow gelandet. Also bei heißt, ca 20km östlich.

Wetter: trocken, abends 10°C

Stellplatz: Campingplatz Cranberry N45°40’16’’ W062°21’10’’

 

Cape Breton NP

Den Nationalpark erleben wir bei schönem sonnigem Wetter, aber es ist max 12°C warm und windig.
Die Vegetation ist gegenüber zuhause mindestens 6 Wochen zurück, die Laubbäume fangen gerade an zu treiben. Überhaupt sind hier die Bäume wesentlich kleiner und dünner als bei uns. Wir laufen mehrere Trial, wie man die ausgezeichneten Wanderwege hier nennt. Mal zu einer Landspitze, mal zum Wasserfall oder einem Aussichtspunkt hoch über dem Meer. Irgendwie ist es wie in Norwegen. Wir sehen Hasen, die morgens um den Olli hoppeln, Streifenhörnchen beim wandern und sogar einen Elch, der 20m neben dem Weg genüsslich vor sich hin kaut. Der Höhenpunkt ist aber der kleine Schwarzbär neben der Strasse.
Zweimal finden wir außerhalb des NP toller Übernachtungsplätze, an einem Abend an der Westküste können wir sogar draußen essen.

Stellplätze:
Im Wald hoch über dem Meer bei Cape North
und am
Hafen von Margeree Habour N46 26.398 W61 06.759

 

Rocks Provincal und Fundy National Park

Das Wetter wechselt von Tag zu Tag, deswegen machen wir am Regentag Strecke und fahren über 500km bis zum Rocks Provincal Park. Dort übernachten wir, nahe der Strasse aber ruhig und fahren am nächsten morgen auf kleinen Strassen entlang der Küste. Der Tiddenhub ist hier 10-12m was an der Küstenlinie deutlich wird.

Weiter geht es durch riesige Wälder zum Fundy NP. Dort wundern wir uns über die vielen Ausflügler, erst später bemerken wir, das heute Feiertag ist, Pfingstmontag. Bei einer kleinen Wanderung entlang dem herrlich gelegenen See sehen wir wieder Eichhörnchen. Man kommt bis auf 2m ran, die sind ganz zahm.

Abends wollen wir in Fredericton einkaufen – Pfingstmontag!! So bleiben wir über Nacht am Walmart stehen.

 

Parc National du BIC

Dann geht es noch mal einen ganzen Tag bis an den St Laurencestrom zum Nationalpark BIC östlich von Trois-Pistoles.

Wir überqueren das erste Mal eine Zeitzone und müssen die Uhren eine Stunde zurückstellen. Hier sind wir bereits in Quebec und man spricht französisch.
Den Park erreichen wir gegen 17 Uhr, besorgen uns für morgen eine Wanderkarte und machen uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Gar nicht so einfach, da alle Wege privat sind, wir werden aber in einem kleinen Steinbruch fündig.
Morgens ist es dann 2° C warm und eisiger Wind fegt über das Meer daher. Nix mit Park, wir fahren weiter bis nach Quebec. So ist es halt.

Anreise und Wartetage bis Olli kommt

Reisezeitraum:  13.Mai – 15.Mai 2018

Probleme: kein

Strecke: xx km

Reiseroute: Burgstetten – Halifax – Lunenburg

Reisebericht

 

Anreise

Halifax Downtown – 17 Uhr, wir sitzen in der Sonne bei fast 20 Grad und telefonieren mit Zuhause über öffentliches Wlan. Bis hierher war fast alles sehr entspannt, aber durch die lange Reise und die Zeitverschiebung sind wir doch ziemlich kaputt.

Am Sonntag morgen sind wir nach herzlichem Abschied von Mama und Frau S in die S-Bahn nach Stuttgart gestiegen. Schnell waren wir mit dem ICE am Frankfurter Flughafen. Dort dann der erste Adrenalinstoß: Wollte die Condors-Dame doch unser eTA für Kanada sehen, das wir nicht ausgedruckt hatten, da auf diesem ja eindeutig steht: „Airline check-in staff and the Canada Border Service Agency will have electronic access to your eTA status using your passport“

Boaaah – schwitz. Matthias hatte die Email auf dem Laptop, über einen Hotspot mit meinem Handy hat er mir dann die Email gesandt, die ich mit dem Handy abholen konnte. So hatten wir das eTA dann auf dem Handy. Der „Neue“ am Schalter hat dann gar nicht richtig hingesehen, so was!

Der Flug war dann ruhig aber kühl, der Sitzplatz mit Beinfreiheit am NOT-Ausstieg war irgendwie sehr zugig. Schlafen konnten wir auch nicht. Der Anflug auf Toronto war klasse, was ist das für eine riesige Stadt! Am Flugdisplay stand „noch 40km bis Airport“ und wir waren schon über der Stadt. Es waren immer wieder kleine und größere Hochhauszentren zu sehen und dazwischen Wohnviertel mit viel Grün.

In Toronto hatten wir 2,5 Std die wir zum umsteigen und einem kleinen Schläfchen nutzten. Den 1,5 Std Flug nach Halifax haben wir dann größtenteils verpennt, wir hatten viel Beinfreiheit und wärmer als in der Condormaschine war es auch.

Unsere Ankunftszeit in Halifax war 0:30 (6:30 MEZ), wir waren also nun 22 Std unterwegs und völlig platt. Der Flughafen war leer und so haben wir es uns auf einer Bank bequem gemacht.

Morgens nach Kaffee und Hörnchen haben wir den Mietwagen abgeholt und sind gemütlich zum Walmart gefahren. Autofahren ist hier völlig entspannt, alles groß und breit und keiner rast.

Der Spediteur, beim dem wir ebenfalls noch vorbei gefahren sind, hat uns bestätigt was wir schon wussten: Wir bekommen die Papiere für Olli erst wenn das Schiff im Hafen ist. Leider ist die „Atlantic Sail“ mit  2 Tagen Verspätung unterwegs. Wir hoffen dass wir Olli am Donnerstag oder spätestens am Freitag bekommen. Unser Hotel haben wir dann gleich mal für 2 Tage mehr reserviert.

Um 9:30 Ortszeit waren wir dann im Hotel und haben erstmal ein Mittagsschläfchen gemacht, nebenan wurde gleichzeitig ein neuer Wasserboiler eingebaut. Nach 2 Std. war es aus mit Schlafen.

 

Halifax

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir zu Fuß richtung Downtown geschlappt. Schon lustig wie hier gebaut wird. Das Hotel liegt in einem Wohnviertel, die Häuser sind in Holzbauweise wie man es auch aus Schweden kennt. Darüber hängt elektrische WildWestverkabelung, bei uns unvorstellbar.

Wir kommen an der Zitadelle vorbei, die von den Engländern zum Schutz der Stadt Anfang des 19. Jahrhunderts gebaut wurde. Dort laufen uniformierte Statisten rum, was die ganze Atmosphäre authentisch rüberbringt. Uns hat es gefallen.

Wir laufen auf dem Waterfront Boardwalk entlang, hübsche Holzhäuser, dazwischen moderne Hotels und viele kleine Läden, Kaffees etc.

Danach gehen wir Kaffee trinken und bummeln rum. Uns fällt auf – hier raucht niemand auf der Straße. Und relativ wenig Hundebesitzer gibt es auch. Außerdem ist die Stadt, obwohl doch einiges los ist, eine relativ ruhige Stadt. Überall geht es gesittet zu und aufheulende Motoren gibt es hier – trotz teilweise monströsen Fahrzeugen – praktisch nicht.

Gegen 18:00 Uhr sind wir wieder im Hotel.

Lighthouse-Route

Heute haben wir eine kleine Tour entlang der Lighthouse-Route gemacht. Keine Ahnung warum die so heißt, kommt man doch nur an einem Leuchtturm vorbei. Der wohl bekannteste Leuchtturm bei „Peggy´s Cove“ ist eben wie alle Leuchttürme. Was uns viel mehr gefällt sind die rundgeschliffenen Granitfelsen ringsum.

Über Mahone Bay, was früher mal ein Piratennest gewesen sein soll und heute mit jeder Menge Kirchen auffällt, geht es weiter bis Lunenburg. Der Ort ist mit vielen bunten Holzhäusern sehr hübsch und deshalb sogar Unesco-Weltkulturerbe. Ab Mittag kommt dann sogar die Sonne raus.

Auf dem Rückweg kehren wir noch bei McDoof ein und sind dann nach ca. 300km wieder im Hotel, von wegen kleine Tour .

Geplante Route Kanada – USA

Ungefähre Reisetermine

2018
14.5.  Ankunft in Halifax
16.5.  Auto abholen
31.5.  Niagara Falls
07.6.  Einsreise in USA bei Sault Ste Marie
13.6.  Blacki Hills
             YellowStone etc
30.6.  Einreise nach Kanada nördli. Yellowstone
              Fahrt durch Kanada, wie weit ???
25.8.   Einreise USA bei Seattle
27.9.   Las Vegas, Frau S abholen
15.11 . Las Vegas, Frau S absetzen
15.12. Einreise Mexico nach Baja California

2019
15.01. Übersetzen aufs Festland
15.02. in der Nähe Guadalajara, Mexico City
01.03. Beifahrerwechsel