Sensationelle Landschaften in Utah

Reisezeitraum:   7.10. – 14.10. 2018

Probleme:  keine

Strecke: ca. 550 km

Gesamtstrecke: ca 26000km


 

Bryce Canon und Kodakchrome State Park
7.10. – 9.10.

Um zum Bryce Canon zu kommen, müssen wir erst zurück nach Kanab fahren. Dies nutzen wir um unsere Vorräte zu ergänzen, zu tanken und eine Dumpstation anzufahren. Das Wetter ist schlecht, es regnet und ist kalt. Der Wetterbericht sagt bis Donnerstag nichts gutes. Egal, jetzt sind wir hier und machen das auch. Die Fahrt geht durch den wunderschönen Red Canyon. Wir drehen danach jedoch um und finden nur wenige km davor einen ruhigen Übernachtungsplatz auf BLM Land. Morgens, als wir aufbrechen hat es dann 2°C und Schneetreiben. Wir fahren mal eben in den Bryce NP rein, haben ja einen Jahrespass für die NPs, und sehen vom Sunset Point hinunter in den Canyon.

Das Wetter ist jedoch so schlecht, das wir das abbrechen. Den Nachmittag verbringen wir 3km vor dem NP im Nationalforest (NF) mit lesen.

Am nächsten Morgen, wie auch noch mal am Tag darauf, sind wir bald auf den Beinen und fahren frühzeitig in den Park, mal wieder wegen der Parksituation. Mit Recht, den im Nu sind die Parkplätze an den Aussichtspunkten belegt.

Das Wetter hält heute, auch wenn es kalt ist. Die Ausblicke auf die Erosionslandschaft sind sensationell. Wir machen einen kleinen 1,5 Std Trail quer durch die Landschaft und fahren mittags dann noch ans Ende des 18mi langen Parks. Da kommt dann sogar die Sonne raus und beleuchtet die Winterlandschaft.

Abends stehen wir wieder im NF vor dem Park. Diese Nacht wird es noch kälter, denn es klart auf. Morgens ist alles gefroren, dafür aber knallblauer Himmel.

 

Ungeplanter Weise fahren wir noch mal in den NP – schön wenn man Zeit hat – und genießen die Szenerie bei Sonnenschein.

Ach ja, getroffen haben wir Heribert und Sabine aus Würzburg, die Sohn M und ich bereits am Mt. Saint Helens getroffen hatten.

Nachmittags fahren wir dann 30km hinüber in den Kodakchrome State Park auf den Campingplatz, genießen die Superdusche und machen anschließend noch eine nette Wanderung durch die farbenfrohe Landschaft.

 

Hole in the Rock Road, HW12, Bullfrog Road und Capitol Reef NP
10.10. – 14.10.

In Escalante holen wir uns ein Permit für’s Wildcamping im Grand Escalante Staircase National Monument (GSENM), denn wir wollen die „Hole in the Rock Road“ fahren. Diese führt 100km in den Park hinein und es gibt immer wieder fantastisch Gesteinsformationen, Slot Canyons u.a. zu sehen. Zuerst fahren wir bis „Devils Garden“ auf guter Gravel and Dirt Road. Dort begeistern uns die wie hingezauberten Gesteinsfiguren, die sich uns im Abendlicht präsentieren.

 

Nachts schüttet es leider aus allen Rohren. Wir warten morgens noch bis 11 Uhr, es hört zwar auf, aber weiter fahren macht auf der Lehmpiste keinen Sinn. Selbst wenn wir durchkommen – na klar mit einem Defender – sind die Slot Canyons voll Wasser und andere Sehenswürdigkeiten auch nicht zugänglich. So fahren wir zurück nach Escalante, wo wir dann den Carwash nötig haben.

Danach geht es bei mittlerweile Sonnenschein auf dem HW12 Richtung Boulder. Es soll die schönste Straße in USA sein, – American Road. Zuerst nichts besonderes, doch dann, der Hammer, sensationell.

Abends stehen wir im NF mit Blick auf Escalante Country und ein Gewitterregen überschüttet uns. Wir backen ein Brot 😉

 

Nach dem Regenguß in der Nacht, fahren wir von Boulder aus den asphaltierten Burr Trail. Der Asphalt endet an der Grenze des Capitol Reef NP und geht dort dann in eine Piste über. Das Wetter hat sich gemacht, es ist trocken und so fahren wir die Burr Trail Switchbacks hinunter in das Waterpocket Tal und dort die Bullfrog Road hinauf nach Norden.

Die Landschaft ist sensationell – Hammer – wurde unser Freund „Neger“ sagen. Die Asphaltstraße führt zuerst durch den Red Rock Canyon, der mit seinen knallroten Farben uns schon sehr beeindruckt. Aber dann erst die Bullfrog Road nach Norden, mittags, die Sonne im Rücken. Die Farben sind der Wahnsinn.

 

Wir bleiben2 Nächte im NP auf dem kleinen Cedar Mesa Camping (5 Plätze, 1 Plumpsclo, umsonst)  und machen am fahrfreien Tag eine 3 Stunden Wanderung in einen anderen Red Canyon. Das Wetter ist angenehm, 18°C im Schatten, blauer Himmel und kräftige Sonne.

 

Morgens fahren wir den Rest der Bullfrog Road nach Norden. Zurück auf Asphalt besuchen wir den Visitor Center im Capitol Reef NP. Die Road zum Cathedral Valley im Norden des Parks soll aufgrund starker Regenfälle unpassierbar sein. Dies bestätigen uns am Nachmittag auch 2 Schweizer, die wir treffen. Sie sind mit ihrem Iveco nur mit Hilfe von Sandblechen die schmierige Piste bergab gekommen. Das brauchen wir also nicht.

Dafür machen wir 2 wunderschöne Wanderungen im NP. Wir besuchen auf einem 2,5 Std Trail den Cassidy Arch und nachmittags dann noch die Hickman Bridge. Wunderschöne Farben und wilde Landschaft begleitet uns den ganzen Tag.

 

Las Vegas und erste NP

Reisezeitraum:   24.9. – 5.10. 2018

Probleme:  keine

Strecke: ca. 600 km

Gesamtstrecke: ca 25000km


 

Las Vegas

24.09. – 27.09

In der Sierra vor Las Vegas auf 1200m sind Sohn M und ich 3 Nächte gestanden. Wir waren etwas zu früh dran für unser Hotel. Alles in allem gesehen haben wir aber ein gutes Timing, sind wir doch 25000km und 4,5 Monate unterwegs und sind für den Termin Las Vegas nur 3 Tage zu früh.

Am 24.9. geht es dann hinunter nach LV, wir haben einiges zu erledigen: Dumping. Bettwäsche waschen, tanken und Gastank füllen. Dank iOverlander finden wir alles, auch wenn wir kreuz und quer durch die Stadt fahren. Die Hitze ist wieder enorm.

Von unserem Hotel sind wir angenehm überrascht, kein Comfort, aber für 175 Euro 4 Nächte voll o.k. Mit Pool den wir dann am Nachmittag auch gleich nutzen.

Abends stürzen wir uns dann auf den Strip, 1,5km vom Hotel entfernt. Laufen Richtung Norden, schauen uns „Paris“, Venedig“ und die Vulkanshow vor dem Mirage an und gehen essen. Anschließend noch die Wasserspiele vor dem Bellagio, dann sind die Füße platt.

Am nächsten Tag fliegt Sohn M nach Hause. War eine tolle Zeit die 4,5 Monate zusammen auf Tour. Vielen Dank an Dich, für deine Geduld, deine Unterstützung und deine Coolness. Ich freue mich auf unser Wiedersehen und die Fahrt nach Mexico.

Ein Tag war ich allein, dann habe ich Frau S am Flughafen abgeholt. Sie saß 1 Stunde in der Emigration fest, weil Sie angegeben hat, dass sie mit mir im Wohnmobil fährt. Erst als man auch mich im Computer gefunden hatte (schau mal an!) war es o.k.

Tags darauf ging dann die Fahrt mit neuem Beifahrer los.

 

Valley of Fire

Seit langem sind wir in Kontakt mit Brigitte und Gottfried, die wir in Whitehorse – Yukon getroffen hatten. Nun soll ein Treffen klappen. Sie haben einen schönen Campingplatz im Valley of Fire gefunden, rund 100km westlich von Vegas.

Montag morgen, Frau S hat 10 Stunden geschlafen, nehmen wir noch ein „Continentalfrühstück“ ein (läbrige Toast und kalte Eier) und dann geht’s los. Da der Kühli komplett leer und abgetaut ist, geht es erstmal in den Walmart.

Wir fahren die 169 entlang des Mead Lake durch karge Landschaft, halten hin und wieder kurz an und biegen dann ab ins Valley of Fire. Die Sonne brennt, es hat 36°C und wir schwitzen ordentlich. Brigitte und Gottfried haben uns einen schönen Platz frei gehalten, der morgens noch lange Schatten hat.

Wir verbringen 3 Nächte dort mit faulenzen und zur Aklimation von Frau S. Nur am 2. Tag machen wir morgens eine Fahrt hinüber auf den Scenic Drive, was dann auch echt klasse ist. Die Landschaft presentiert sich in allen Farben, von gelb bis lila.

 

Zion National Park

Über St.George (noch mal Küli auffüllen und tanken) fahren wir Richtung Zion NP. Ein paar km vorher verbringen wir die Nacht auf BLM-Land nahe eines Baches  um früh morgens wegen der Parksituation in den Park zu fahren. Bereits einige km vor dem Park zeigen Leuchttafeln an das die Parkplätze voll sind. Wir probieren es trotzdem und finden auch locker Platz.

Mit dem Shuttlebus fahren wir einige Sightseeing Points an, wandern ein bischen und sind am frühen Mittag zurück am Auto.

Wesentlich besser als der Park, hat uns jedoch die Ostausfahrt aus dem Park am Abend gefallen. Die Felsformationen, Farben und Formen sind sensationell.

 

 

Grand Canyon North Rim

Wir machen einen kurzen Abstecher Richtung Coral Pink Dunes State Park, drehen dann aber um und fahren über Kanab die Schotterpiste 109 Richtung Tuweep, das am Nordrand des Grand Canyons liegt. Während der Mittagspause les ich noch mal das Infoblatt durch und sehe, das ohne Permit campen dort nicht erlaubt ist. Also 30 Miles zurück nach Kanab. Dort gibt es das Permit aber nicht!

Wir übernachten nahe Kanab und beschließen morgen früh an der Verlosung für das Permit für die Wave teilzunehmen. Leider haben wir kein Glück.

Da es heute Nacht ordentlich geregnet hat, lassen wir die 109 nach Tuweep aus, da diese zum Schluß dann sehr matschig wird. Wir fahren über Fredonia und Jacob Lake zur North Rim. Ab Jacob Lake sind wir über 2000m und fahren durch einen wunderschönen Wald in dem die Birken in hellen Herbstfarben leuchten. Das hätte ich so nicht erwartet. Der Wald reicht bis auf 2700m und bis an die Kante des Grand Canyon.

Abends stehen wir im National Forest mit Blick auf den Canyon ganz allen im Wald – klasse. Morgens hat es draußen dann nur 4°C, na wir sind auf 2700m. Im Auto ist es mit 12°C ohne Heizung immer noch angenehm zum schlafen.

Das Wetter ist heute besser, so fahren wir noch mal in den Park. Wir besuchen den Point Imperial, mit 2683m der höchste Aussichtspunkt über dem Canyon. Wir machen eine 2 Std – Wanderung und stehen dann nachmittags gemütlich am Cape Royal dem Ende der Straße in der Sonne. Die Mittagssonne macht dann auch tolle Farben im Canyon.