Nationalparks Kootenay – Banf – Yoho – Jasper

Reisezeitraum:  3. – 10.Juli 2018

Probleme: Scheibenwischerendschalter und Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt

Strecke: ca. 1900 km

Gesamtstrecke: ca 12000km


 

Bericht

Endlich wird das Wetter besser und wir freuen uns auf die bekannten Nationalparks. Wir verlassen unsere Ludwigsburger und fahren den Kootenay NP entlang. An der Strecke haben wir uns 2 Trails ausgesucht, die wir bei immer noch wechselhaftem Wetter laufen, zum Dog Lake und zu den Paint Pots. Am Abend landen wir auf einem Waldcamp und machen mit nassem Holz Feuer – was auch funktioniert, die Stimmung aber nicht sonderlich hebt. Wird Zeit das es wieder warm wird.

 

Morgens sieht das Wetter dann schon viel besser aus. Wir besuchen den Marble Canyon und fahren dann hinunter nach Banf. Auf einer Aussichtsstraße umkurven wir den Ort und tauchen danach in das Touristentreiben ein. Aber nur kurz ,nach den vielen Tagen „im Wald“  ist es uns dann doch zuviel Trubel. Mittags machen wir dann eine herrliche 3 Std Wanderung zum „Castle Lookout“, einem Aussichtspunkt oben am Berg. Am Abend nutzen wir einen CP im Park, da freies Übernachten im Park nicht erlaubt ist.

 

Tags darauf ist Lake Louis angesagt. Da das der weltweit meist fotografierte See sein soll, stellen wir den Wecker auf 6:30 Uhr. Frühstück und dann los, leider ist es fast 1 Stunde Fahrt. Wir sind 8:30 Uhr dort und bekommen trotz riesiger Parkplätze einen der letzten 20.

Die Menschenmassen sind erdrückend, allerdings wird es im Laufe unserer Wanderung zum Teehaus in den Bergen hinter dem See dann doch weniger. Aber alleine ist man da nicht. Die Bergwelt rund um den See ist allerdings wunderschön. Ich bekomm Lust auf eine richtige Hochtour, mal sehen ob sich das nächsten Sommer nicht machen läst, gell Klaus!
Nach 4 Stunden sind wir zurück und fahren noch am Spiraltunnel der Eisenbahn vorbei und gschwind rüber in den Joho-NP zum Takkakan Wasserfall (50km). Vom TCH (Trans Canada Highway) windet sich die Straße 14km das Tal hinauf, 2 Kurven sind so spitzig eng, das Wohnmobile >7m zurücksetzen müssen. Der Wasserfall ist über 100m hoch und damit einer der höchsen in Kanada.
Abends stehen wir vor einem Campingplatz, da dieser voll ist. Man nennt das Overflow Camping, zum reduzierten Preis.

 

Von hier geht es dann weiter gen Norden Richtung Jasper. An einem Aussichtsplatz, den Frank zum Mittagsschläfchen nutzt treffen wir Uwe und Birgit, die 3,5 Wo Urlaub mit dem Mietmobil machen. Uwe ist aus Kirchberg, schau an ist die Welt doch klein.

Nach mehreren Sightseeings an diesem Tag fahren wir spät am Nachmittag endlang des North Saskatchewan Rivers nach Osten aus dem Park und finden einen urigen Stellplatz mit Sicht auf die imposante Berg- und Flusswelt.
Kurz darauf treffen Johann und Christa aus der Schweiz mit ihrem Toyo ein . Beide sind schon viel in der Welt unterwegs gewesen und es gibt einen netten Abend am Feuer, der dann aber durch den aufkommenden Regen abrupt aufgelöst wird.

Morgens verabschieden wir uns herzlich nur um dann 10km weiter an einem Stausee ein Wiedersehen zu feiern. An einem tollen Aussichtsplatz über dem See verbringen wir einen herrlichen Tag. Wir beobachten wie die Kanadier ihre Autos am Ufer versenken und die dann folgenden Bergeversuche.
Abends grillen wir gemeinsam, erzählen und amüsieren uns. Ein gelungener Abend, vielen Dank ihr zwei, wir hoffen euch nächstes Jahr in Mexico wieder zu sehen.

 

Bei herrlichem Wetter geht es für uns weiter den Icefield Highway entlang durch den Jasper NP. Die Berg- und Eisriesen mit bis zu 3500m Höhe begleiten uns links und rechts der Straße. Vom Icefield-Infocenter telefonieren wir mit zuhause. Dann geht es bis Jasper, leider sehen wir keinerlei Bären oder anderes Getier, vielleicht weil Sonntag und viel Verkehr ist.
In Jasper fragen wir am Campingplatz ob wir Wasser auffüllen dürfen und nutzen dies gleich mal zum duschen ;-)).
Dann geht es noch ein Stück in Richtung Edmonton.

 

 

Bruce Grove – Edmonton

In Bruce Grove, kurz vor Edmonton besuchen wir eine ehemalige Arbeitskollegin meiner Schwiegermutter und nehmen dort das von Frau S. gesandte Päckchen mit den beiden Schaltern in Empfang. Trotzdem wir unbekannt sind, werden wir herzlich aufgenommen. Abends wird gegrillt und Eberhard und Birgit erzählen uns wie sie es gemeistert haben, als sie hier her ausgewandert sind. Auch von den Eigenheiten hier in Kanada berichten sie. Bevor es am nächsten Morgen weitergeht gibt es noch ein ordentliches Frühstück. Vielen Dank euch beiden für die Gastfreundschaft.