Kanufahren und Lachse gucken

Reisezeitraum:   1. – 11.August 2018

Probleme: Schalter für Rückwärtsganglicht repariert

Strecke: ca. 1500 km

Gesamtstrecke: ca 18000km


 

Drei Stunden haben wir nach Bären Ausschau gehalten und uns nett mit jemand aus Deutschland unterhalten. Dann sind wir los, wieder zurück Richtung Haines Junction. Wir genießen wieder das tolle Panorama, diesmal aus der anderen Richtung und fahren noch mal an den CP am Dezadeash Lake. Mit Feuer und draußen sitzen wird es am Abend dann nichts, der Wind bläst uns fasst weg.

Die nächsten 2 Tage verbringen wir in Whitehorse mit Besichtigung der längsten Fischtreppe der Welt und dem Miles Canon, wir gehen ins Hallenbad (mmmh klasse) und machen Großeinkauf. Wir suchen vergeblich passendes Motorenöl für einen langsam notwendigen Ölwechsel, aber Dieselöl in der geforderten Qualität gibt’s nicht. Wir treffen Brigitte und Gottfried mit ihrem Hymer, die kein Ersatzrad dabei haben. Wir unterhalten uns prima und verbringen einige Zeit miteinander.

 

Dann wollen wir die Vorderreifen drehen lassen, was einen separaten Bericht rechtfertigt.

Von Whitehorse fahren wir südwärts Richtung Carcross in eine kleine Sandwüste, die uns total begeistert. Mitten im Yukon sieht es aus wie am Rand der Sahara. Hier verlieren wir auch Gottfried und Brigitte., Abends an unserem versteckten Stellplatz aus iOverlander tauchen dann andere sie plötzlich auf – Birgit und Jens. Jens ist in Kleinaspach aufgewachsen. Gemeinsam verbringen wir einige schöne Tage miteinander, fahren nach Wattson Lake und an den Boya Lake wo wir 2 Nächte bleiben. B+J haben ein Boot dabei, das wir mal benutzen dürfen, schöne Sache auf dem karibikblauen See zu paddeln.
Abends kommen dann auch noch Ole und Uta aus Zittau dazu.

 

Nach 2 Nächten an dem wunderschönen Boya Lake fahren wir in einer Tagesetappe bis kurz vor Stewart hinunter (450km). Die ersten 150km begleitet uns Rauch vom Waldbrand am Telegraph Creek – 200km entfernt. Aber der Kreuzung dahin wird es dann schlagartig besser.

In Stewart müssen wir einen Regentag überbrücken, es gießt aus allen Eimern. Am Tag darauf wieder super Wetter. Wir fahren hinüber nach Alaska, ja hier ist die südlichste „Stadt“ in Alaska, nur über Kanada erreichbar. A, Salmon Creek sind wir schon früh morgens und bestaunen die vielen vielen Lachse die sich im Bach bergauf mühen. Mann da mal die Angel reinhalten! Aber Bär will sich uns keiner zeigen. Wir stehen uns 3 Std die Füsse in den Bauch und fahren dann hinauf zum Salmon Glacier. Es geht 30km auf Schotterpiste das Tal hinter und den Berg hinauf. Dann stehen wir auf 1200hm und bereits gute 500m über dem riesigen Gletscher, der hier bis auf ca. 700m über dem Meeresspiegel hinunter reicht.

Abends haben wir dann auch noch Glück und sehen einen Grizzly beim Lachs fangen zu. Er knappert den dann an und lässt den Rest liegen ;-((

Neulich im Reifencenter

Wir wollen die Vorderreifen drehen lassen weil diese auf der Innenseite viel stärker abgefahren sind (nicht wegen falscher Spureinstellung, das haben wir vor der Reise noch kontrollieren lassen. Ich denke wegen des hohen Gewichts, oder es ist eine Eigenart des Reifens). Aber das gestaltet sich dann so:

Es soll 80 C$ kosten, dann werden es doch 95 C$ weil Steuer noch drauf kommt, also rund 60 Euro. Der Mechaniker will Olli aus Vorschriftsgründen selber in die Garage fahren. Ich stell Olli direkt vor die Garage. Er sitzt rein, rührt im Getriebe (knacks, knarr, die haben ja nur Automatik) und hat dann den Rückwärtsgang drin. Ich sag: „Stop, Backgear!“ worauf er wieder rührt und dann (knacks, knarr) den 1. Gang drin hat. Dann will er losfahren – mit angezogener Handbremse – ich wieder: „STOP, Handbrake!“, worauf es dann schlussendlich klappt und Olli in der Garage steht. Jetzt ist Mittagspause, wussten wir, wir setzen uns in den Aufhenthaltsraum. Da kommt mir die Idee: haben die eigentlich metrisches Werkzeug? Ich frage und es wird mir bestätigt, wir schauen aber sicherheitshalber nach und: man hat nur bis Schlüsselweite 22mm. Die haben hier doch nur Spielzeugschrauben an ihren Rädern!

Ich sage: „Kein Problem, ich habe ein Radkreuz und damit mach ich euch die Muttern auf und anschließend wieder zu“. Vorauf der Chef auftaucht und uns erklärt, dass das so nicht geht. Er muß die Schrauben mit dem Drehmomentschlüssel anziehen, er muß den Job von Anfang bis Ende fertigmachen, sonst macht er ihn gar nicht.

Wir fahren Olli rückwärts raus und verlassen die Garage. ;-(

Top of the World Highway + Haines Highway

Reisezeitraum:  25. – 1.August 2018

Probleme: Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt
(passendes Werkzeug fehlt)

Strecke: ca. 1250 km

Gesamtstrecke: ca 16000km

Bericht

Top of the World Highway nach Alaska
25.7. – 27.7.2018

Wir verlassen morgens den CP in Dawson und fahren noch mal mit der Fähre über den Yukon. Nach einem Chat mit zuhause geht es dann auf den „Hausberg“ von Dawson, von wo man eine tolle Aussicht über die zerwühlte Landschaft hat. Mittlerweile ist aber viel wieder überwachsen.

Den Bonanza Creek, wo 1897 die ersten Gold Funde gemacht wurden lassen wir uns auch nicht entgehen. Wir schauen uns dort den größten (wie alles hier 😉 ) jemals gebauten Schwimmbagger an, der bis 1966 in Betrieb war. Ich frag mich nur wo der geschwommen sein soll? Na jedenfalls liegt er jetzt auf dem Trockenen.

Zurück geht es wieder über den Yukon und dann fahren wir den Top of the World HW. Der heißt so, weil er beständig entlang eines Höhenzuges verläuft, immer zwischen 1000 und 1200 Höhenmeter. In diesen nördlichen Gegenden sieht man dann gleich das die Vegetation eine andere ist als im Tal.

Und die Fahrt hält was der Reiseführer verspricht. Immer wieder grandiose Ausblicke in die unendlich weite Landschaft, keine Straßen, Dörfer oder Häuser. Das Wetter ist super und wir genießen die Fahrt über die raue Piste. Nach 90km erreichen wir die Grenze nach Alaska, mitten im Nichts an einem Berghang. Die Einreise ist diesmal easy, waren wir doch bereits in den Staaten und der Grenzbeamte ist äußerst freundlich. Keine Fahrzeugkontrolle, hätten wir das gewusst wäre der Einkauf in Dawson anders ausgefallen.

Ab der Grenze ist die Straße für einige Kilometer toll asphaltiert, bevor sie dann doch wieder zur Piste wird. Der erste Eindruck von den USA soll wohl ein guter sein ;-).

Wir finden einen netten Campground am Fluss in dem wir sogar baden. Es ist warm und in der Sonne bekommt man fast einen Stich.

 

Alaska

Dem 50. Staat der USA statten wir nur einen kurzen Besuch von 2 Tagen ab. Aber nicht unerwähnt soll das erste Dorf hinter der Grenze bleiben: Chicken Downtown!

Besteht aus 3 alten Hütten der ersten Pioniere, in denen heute ein Souveniershop, eine Burgerbraterei (mmh war lecker) und ein Cafe im Sommer betrieben werden.

Echt urig.

Im „neuen“ Chicken gibt es allerdings auch noch ein Postoffice, die kommt 2 x Woche per Flugzeug, einen RV-Campground und ein Motell.

Über Tok geht es dann wieder Richtung Kanada, mit Übernachtung an der Strecke.

 

Zurück in Yukon und dann wieder Alaska
27.07. – 31.07

Die Strecke von Tok / Alaska bis Haines Junction / Yukon folgt wieder dem Alaska Highway. Die ersten 200km bis Beaver Creek sind recht eintönig, wenn auch die Weite der Landschaft uns immer noch begeistert. Beaver Creek sind dann auch nur 5 Häuser, 1 Motel und eine Tankstelle. Beaver Creek hat die größte 😉 Goldwaschpfanne der Welt.

Nach weiteren 100 km erreichen wir Burwash Landing, Größe siehe Beaver Creek ;-). Es gibt einen netten Info-Center mit Free Wifi und wir telefonieren mit zuhause.

Dann nach weiteren 50km erreicht der Alaska HW den Kluane Nationalpark und verläuft immer an dessen östlicher Grenze entlang. Die Landschaft wird interessanter, rechts türmen sich hohe, manchmal sogar vergletscherte Berge auf. Die Elias Mountains mit den höchsten Bergen Kanadas sind bis zu 4500m hoch.

Vom Visitorcenter im Kluane NP machen wir eine kleine Wanderung hinauf auf einen Aussichtspunkt. Am Begin des Trail steht ein Gedenkstein, der an den Tod einer Wanderin durch einen Grizzly 1996 erinnert. Und so rufen wir während der Wanderung immer laut Bääärbel!!
Es ist heiß und so drehen wir nach 2 Std wieder um, für die Aussicht hat sich die Plaggerei aber gelohnt.

Der Visitorcenter liegt in einem weiten Flussdelta das in den Kluane Lake mündet. Es ist recht sandig dort, und der Wind drückt immer wieder Wasser in  das Delta, was dann verdunstet, so ist eine richtige Salzschicht auf dem Sand entstanden.

 

Die fahrt geht weiter, am Westufer des Kluane Lake, dem größte See in Yukon. Wir finden einen super Platz zum übernachten, direkt am See.

In Haines Junction (900 Einwohner) starten wir einen vergeblichen Einkaufsversuch. Zwar hat das Kaff 2 Tankstellen, einige Motels, Schule und einen gigantisch großen Visitorcenter (wieder Free WiFI + Tel. nach Hause), aber einen Supermarkt suchen wir vergeblich. Einzig an einer Tankstelle gibt es einen kleinen Store, mit einer sehr begrenzten Auswahl, teuer dazu noch. So wird der Vorrat weiter gestreckt, 4 Mittagessen bringen wir noch zusammen, Brot backen geht noch 3x und Bier haben wir auch noch 2 Büchsen – na geht doch.

Am Dezadeash Lake finden wir 50km weiter einen Traum Campingplatz. Das Wetter ist spitzenmäßig, 25° C leichter Wind, und wir beschließen 2 Nächte zu bleiben. Sogar baden ist möglich, erst ist es etwas frisch, aber dann …klasse!

Am Pausentag (schon wieder) faulenzen wir in der Sonne, baden und genießen die Ruhe, nichts, keine Lärm, kein Radio, klasse!

So langsam müssen wir Gas geben. Ziel ist in der 3. Augustwoche in Seattle bei Steve zu sein. So wie wir zur Zeit unterwegs sind würde das eng werden. Fahren wir die letzten Tage doch max. 150km / Tag.

 

Haines / Alaska

Ab Haines Junction befinden wir uns auf dem Haines HW, der 240 km hinunter nach Haines führt, einer Enklave Alaskas, die nur über Kanada oder mit Schiff oder Boot erreicht werden kann. Die Strecke dort hinunter ist laut Reiseführer eines der schönsten Strecken in Yucon. Und wie wir feststellen ist das ziemlich untertrieben.

Wir starten recht früh morgens (9 Uhr ;-)) am Dezadeash Lake, knallblauer Himmel begleitet uns und wir fahren die bisher schönste Strecke. Zuerst begeistert die Landschaft entlang des Tatshenshini-Alsek Provincal Parks mit vergletscherten Bergen, dann fasziniert der 75 km lange Abschnitt in British Columbia um den Chilkat Pass durch sein herrliches Panorama über einer weiten baumlosen Hochebene.

Ab der US-Grenze folgt die Straße dem immer breiter werdenden Chilkat River bis Haines. Haines, mit 2000 Einwohnern liegt auf einer weit in den Lynn Canal hineinreichenden Landzunge. Die Lage am Salzwasser mit ringsum schneebedeckten Bergen ist einmalig.

Im örtlichen kleinen Supermarkt decken wir uns mit dem nötigsten für 3 Tage ein, dann geht es ans Ende des Chilkoot Inlet zum Bären gucken. Hier schwimmen die Lachse den Fluß hinauf und die Bären warten darauf.

Und schwup, läuft uns doch gleich 10m vor dem Auto eine riesige Grizzlymutter mit 3 Jungen über den Weg und verschwindet im Gebüsch.

Am nächsten Morgen fahren wir recht früh noch mal dorthin, haben aber kein großes Glück.

Campell und Klondike Highway bis Dawson City

Reisezeitraum:  16. – 24.Juli 2018

Probleme: Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt
(passendes Werkzeug fehlt

Strecke: ca. 1200 km

Gesamtstrecke: ca 14500km


Bericht

Gemeinsam mit Bruno und Ursi nehmen wir den Campell Highway unter die Räder. Wir fahren nicht im Konvoi, aber treffen uns immer wieder und verbringen so 3 lustige Tage miteinander.

Der Campell Highway ist wesentlich einsamer als der viel befahrene Alaska Highway. Ab Wattson Lake fahren wir erstmal 150 km und es kommen uns nur 2 Autos entgegen. Zuerst ist noch Asphalt, später eine gute Schotterpiste, die allerdings aufgrund des immer wieder kommenden Nieselregens aufgeweicht ist, so das es eine schöne Schmotze gibt, die unseren Olli einsaut. Auf der Strecke finden sich immer wieder kleinere „Sehenswürdigkeiten“ aus der Zeit der Entdecker und Pioniere.

 

Die Landschaft ist weit und einsam, trotzdem gibt es immer wieder Campgrounds. Plumpsclo und Feuerholz bei 12 C$ (8 Euro) inbegriffen, da kann man nicht meckern Wasser gibt’s im See.

In Faro,bleiben wir 2 Nächte, hier gefällt es uns besonders gut, spricht die Betreiberin vom nett hergerichteten Infocenter doch echtes Bayrisch. Wir haben allerhand zu erledigen, Wäsche waschen, duschen (warm mmmh) Berichte schreiben und hochladen u.s.w. Ja reisen ist kein Urlaub ;-))

Von Faro fahren wir dann wieder getrennt bis Carmacks. Dort gibt es wieder ein nettes Infocenter, welches über die First Nation und die „Eroberung“ des Nordens berichtet. Das ist immer sehr schön anhand alter Bilder erklärt.

 

Ab Carmacks geht die Fahrt endlang des Yukon Rivers, den die Goldsucher Ende des vorletzten Jahrhunderts auch runter gefahren sind, allerdings nicht wie wir auf der Straße. Kurz hinter Carmacks kommen die Five Finger Rapids, jene berühmte Stromschnellen, durch die die Goldsucher auf ihren selbst gezimmerten Flossen hindurch mussten. Es sind fünf Kanäle zwischen den Felsen hindurch, der linke war angeblich der angenehmste zum passieren. Die Raddampfer wurden dort stromaufwärts an einem Stahlkabel gezogen.

Wir campen an Flüssen, machen jeden Abend das obligatorische Lagerfeuer und es ist ab Faro nun auch super Wetter. Nur Bier haben wir mal wieder keines dabei. Das bekommt man hier auch nicht überall.

 

In Carmacks endet der Campell Highway und wir befinden uns nun auf dem Klondike Highway, dem wir bis Steward Crossing folgen. Dort biegen wir ab auf den Silver Trail, der uns noch mal 100km abseits in die Wildnis führt.

Auf dem Silver Trail ergreift uns das Yukonfieber nun vollends. Es ist einfach eine geile Landschaft durch die wir fahren, kaum das wir jemanden oder ein Auto treffen. Von der Abzweigung in Steward Crossing, was selber nur ein Kaff ist, bis Majo sind es knapp 50km, so wie Stuttgart – Heilbronn. Hier kommt auf der Strecke aber nix, im Gegensatz zu Stgt – Hlb !! Majo selber sind ca. 20 Häuser / Hütten, 1 Kirche, 1 Tanke und ein Laden. Alles schön mit viel Platz dazwischen, und natürlich ca. 50 Schrottautos.

Von Majo geht es dann noch mal 50km Schotterpiste nach Keno – eine alte Silberminenstadt. Die Mine ist z.Zt. aber stillgelegt. In Keno ist noch weniger los als in Majo, aber seht selbst.

 

In beiden Orten gibt es ein nettes Infocenter / Museum, wo man die alten Bilder und Gegenstände aus der Entdeckerzeit anschauen kann.

 

Und Internet gibt es auch! Nicht wie in Deutschland, wo rumgeredet wird von wegen schnelles Internet. Hier legt man eben mal 1000km Kabel durch die Wildnis, was solls 😉 Natürlich Free WiFi !

Der Rückweg von Keno führt uns über eine 50km Lehmpiste (es ist die Duncan Creek Road) zurück nach Majo, wo wir uns wieder wie gestern an den Bach am Ortseingang stellen. Es ist warm und bis 23:30 Uhr hell.

Auf einer recht langweiligen Fahrt entlang des Klondike Highway erreichen wir am nächsten Tag Dawson City. Hier treffen wir auch Andrea und Walter wieder. Wir nisten uns auf dem Campingplatz auf der anderen Seite des Yukon Rivers ein. Diesen erreicht mn nur mit der Fähre, die aber immer nach Bedarf fährt.

Einem gemeinsamen Grillabend folgt anschließend noch der Besuch des Spielcasinos und der Show in der Diamond Tooth Gerties Gambling Hall. Man kann Roulette, Poker oder Black Jack spielen. Doch das gibt unsere Reisekasse nicht her und so sehen wir lieber bei einem schalen Canadabier der Can-Can-show zu. Das Abiente ist einzigartig und Sohn M. amüsiert sich köstlich.

Am nächsten Morgen, Andrea und Walter ziehen bereits weiter, machen wir noch einen netten Spaziergang durch Dawson, schauen uns die renovierten Häuser an, auch die nicht renovierten, und hängen mittags am CP ab.

 

 

 

 

Alaska Highway bis Watson Lake

Reisezeitraum:  11. – 15.Juli 2018

Probleme: Scheibenwischerendschalter repariert;
Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt

Strecke: ca. 1580 km

Gesamtstrecke: ca 13500km


 

Bericht

Von Spruce Grove fahren wir nordwestlich nach Dawson Creek wo der Alaska Highway beginnt. Am ersten Tag kommen wir nicht sehr weit und machen bereits am frühen Nachmittag an einem kleinen Camping Municipal Halt. Das Wetter ist warm und trocken und wir nutzen den Mittag und wechseln den Endlagenschalter der Scheibenwischer aus. Dazu muss das halbe Armaturenbrett demontiert werden. Abends sitzen wir am Lagerfeuer und wehren die Mücken ab 😉

Der Verlauf den Alaska Highway von Dawson Creek bis Fort Nelson ist nicht berauschend. Es geht hügelig durch Farmland und endlose Wälder durch die eine 100m breite Schneise für die Straße geschlagen ist.

Der Plan eine Straße nach Alaska zu bauen reicht weit in die Goldgräberzeit zurück. Allerdings war die Furcht der Kanadier vor dem unkontrollierten Eindringen der USA zu groß. Was in Friedenszeiten nicht gelang wurde in Kriegszeiten realisiert. Nach dem Überfall der Japaner auf Pearl Harbour 1941 wurde der als Nachschubstraße  gedachte Alaska Highway nach Alaska gebaut. Man befürchtete eine Invasion in Alaska durch die Japaner.

 

Ab Fort Nelson wird die Landschaft wesentlich einsamer und schöner. Bergketten säumen den Weg. Wir fahren am wunderschönen Muncho Lake entlang und tauchen dann ein in das Tal des Liard River das es dann über 100km entlang bis Watson Lake geht.

 

Auf halber Strecke zwischen Fort Nelson und Wattson Lake sind die Liard River Hot Springs, heiße Quellen in denen man baden kann, was wir natürlich auch nutzen.

Auf der letzten Etappe bis Watson Lake sehen wir morgens 8 Schwarzbären, 1 Braunbär, einen Elch und eine Bison Familie, alle genüsslich am Straßenrand beim äßen.

 

Watson Lake, mit 1500 Einwohnern ist der 3. größte Ort in ganz Yukon. Es ist bekannt für sein „Watson Lake Sign Posts“. Der Schilderwald, der mittlerweile auf 90.000 Schilder angewachsen ist, wird von Reisenden aus der ganzen Welt besucht und jeder der möchte ergänzt ihn um ein eigenes Schild. Ab heute hängt dort ein Burgstall Ortsschild.

In Watson Lake bleiben wir 2 Nächte auf einer Wiese am Flugplatz. Am Pausentag kaufen wir noch ein, machen eine kleine Wanderung und lernen am Infocenter, wo sich wegen WiFi alles trifft, Bruno und Ursi aus der Schweiz kennen.

 

 

 

 

 

 

Nationalparks Kootenay – Banf – Yoho – Jasper

Reisezeitraum:  3. – 10.Juli 2018

Probleme: Scheibenwischerendschalter und Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt

Strecke: ca. 1900 km

Gesamtstrecke: ca 12000km


 

Bericht

Endlich wird das Wetter besser und wir freuen uns auf die bekannten Nationalparks. Wir verlassen unsere Ludwigsburger und fahren den Kootenay NP entlang. An der Strecke haben wir uns 2 Trails ausgesucht, die wir bei immer noch wechselhaftem Wetter laufen, zum Dog Lake und zu den Paint Pots. Am Abend landen wir auf einem Waldcamp und machen mit nassem Holz Feuer – was auch funktioniert, die Stimmung aber nicht sonderlich hebt. Wird Zeit das es wieder warm wird.

 

Morgens sieht das Wetter dann schon viel besser aus. Wir besuchen den Marble Canyon und fahren dann hinunter nach Banf. Auf einer Aussichtsstraße umkurven wir den Ort und tauchen danach in das Touristentreiben ein. Aber nur kurz ,nach den vielen Tagen „im Wald“  ist es uns dann doch zuviel Trubel. Mittags machen wir dann eine herrliche 3 Std Wanderung zum „Castle Lookout“, einem Aussichtspunkt oben am Berg. Am Abend nutzen wir einen CP im Park, da freies Übernachten im Park nicht erlaubt ist.

 

Tags darauf ist Lake Louis angesagt. Da das der weltweit meist fotografierte See sein soll, stellen wir den Wecker auf 6:30 Uhr. Frühstück und dann los, leider ist es fast 1 Stunde Fahrt. Wir sind 8:30 Uhr dort und bekommen trotz riesiger Parkplätze einen der letzten 20.

Die Menschenmassen sind erdrückend, allerdings wird es im Laufe unserer Wanderung zum Teehaus in den Bergen hinter dem See dann doch weniger. Aber alleine ist man da nicht. Die Bergwelt rund um den See ist allerdings wunderschön. Ich bekomm Lust auf eine richtige Hochtour, mal sehen ob sich das nächsten Sommer nicht machen läst, gell Klaus!
Nach 4 Stunden sind wir zurück und fahren noch am Spiraltunnel der Eisenbahn vorbei und gschwind rüber in den Joho-NP zum Takkakan Wasserfall (50km). Vom TCH (Trans Canada Highway) windet sich die Straße 14km das Tal hinauf, 2 Kurven sind so spitzig eng, das Wohnmobile >7m zurücksetzen müssen. Der Wasserfall ist über 100m hoch und damit einer der höchsen in Kanada.
Abends stehen wir vor einem Campingplatz, da dieser voll ist. Man nennt das Overflow Camping, zum reduzierten Preis.

 

Von hier geht es dann weiter gen Norden Richtung Jasper. An einem Aussichtsplatz, den Frank zum Mittagsschläfchen nutzt treffen wir Uwe und Birgit, die 3,5 Wo Urlaub mit dem Mietmobil machen. Uwe ist aus Kirchberg, schau an ist die Welt doch klein.

Nach mehreren Sightseeings an diesem Tag fahren wir spät am Nachmittag endlang des North Saskatchewan Rivers nach Osten aus dem Park und finden einen urigen Stellplatz mit Sicht auf die imposante Berg- und Flusswelt.
Kurz darauf treffen Johann und Christa aus der Schweiz mit ihrem Toyo ein . Beide sind schon viel in der Welt unterwegs gewesen und es gibt einen netten Abend am Feuer, der dann aber durch den aufkommenden Regen abrupt aufgelöst wird.

Morgens verabschieden wir uns herzlich nur um dann 10km weiter an einem Stausee ein Wiedersehen zu feiern. An einem tollen Aussichtsplatz über dem See verbringen wir einen herrlichen Tag. Wir beobachten wie die Kanadier ihre Autos am Ufer versenken und die dann folgenden Bergeversuche.
Abends grillen wir gemeinsam, erzählen und amüsieren uns. Ein gelungener Abend, vielen Dank ihr zwei, wir hoffen euch nächstes Jahr in Mexico wieder zu sehen.

 

Bei herrlichem Wetter geht es für uns weiter den Icefield Highway entlang durch den Jasper NP. Die Berg- und Eisriesen mit bis zu 3500m Höhe begleiten uns links und rechts der Straße. Vom Icefield-Infocenter telefonieren wir mit zuhause.

 

Dann geht es bis Jasper, leider sehen wir keinerlei Bären oder anderes Getier, vielleicht weil Sonntag und viel Verkehr ist.
In Jasper fragen wir am Campingplatz ob wir Wasser auffüllen dürfen und nutzen dies gleich mal zum duschen ;-)).
Dann geht es noch ein Stück in Richtung Edmonton.

 

Bruce Grove – Edmonton

In Bruce Grove, kurz vor Edmonton besuchen wir eine ehemalige Arbeitskollegin meiner Schwiegermutter und nehmen dort das von Frau S. gesandte Päckchen mit den beiden Schaltern in Empfang. Trotzdem wir unbekannt sind, werden wir herzlich aufgenommen. Abends wird gegrillt und Eberhard und Birgit erzählen uns wie sie es gemeistert haben, als sie hier her ausgewandert sind. Auch von den Eigenheiten hier in Kanada berichten sie. Bevor es am nächsten Morgen weitergeht gibt es noch ein ordentliches Frühstück. Vielen Dank euch beiden für die Gastfreundschaft.

 

Durch die Wälder Montanas und British Columbia

Reisezeitraum:  22.Juni – 2.Juli 2018

Probleme: Scheibenwischerendschalter und Schalter für Rückwärtsganglicht immer noch kaputt

Strecke: ca. 1000 km

Gesamtstrecke: ca 10500km

Bericht

Vom Glacier NP fahren wir durch die einsamen Wälder Nordmontanas. Die Tagesetappen werden immer kürzer, wir schlafen morgens aus, gondeln langsam durch die Gegend, besuchen in Yaak (3 Häuser davon 2 Saloons) den Saloon und haben wunderschöne Übernachtungsplätze am Fluss. Nur die Mücken sind etwas lästig, also dem Sohn M., denn von mir wollen sie eigentlich nichts 😉

 

Am 24.6. überqueren wir wieder die Grenze nach Kanada und fahren dann gleich mal 50km ohne jegliche Ortschaft zu streifen. Es geht über den Kootenay Pass (1774m), hier oben liegt jetzt Ende Juni in den Ecken noch Schnee, obwohl das ja nicht sehr hoch ist. Der nächste größere Ort, Nelson, macht uns wieder sehr viel Spaß. Kanada – kann man hier doch anständig einkaufen. Sogar Wurstaufschnitt gibt’s, Schwarzwälder Schinken und deutsche Salami!! Was ein paar km über die Grenze sich alles verändern kann, seltsam. Auch die Autos sind zum Großteil wieder normal.

Wir kurven durch die Selkirk Mountains, die Landschaft ist rau und kaum besiedelt. Wir besuchen die alte Silberminenstadt Sandon. Dort läuft die älteste Wasserturbine Kanadas seit 1913 in einem sehr sehenswerten alten Maschinenhaus. Auch sonst ist das Örtchen den Abstecher wert, lauter alter Schrott, frag mich nur wer hier die alten Oberleitungsbusse sammelt.

 

Ab Kaslo geht es nördlich 90 km über eine Schotterstraße bis Galena Bay, auf der uns nur 2 Autos begegnen, dafür steht plötzlich ein Grizzly auf der Straße. Bis ich den Foto raus habe ist er im Gebüsch verschwunden. In Galena Bay nehmen wir die kostenlose Fähre über den Upper Arrow Lake und fahren noch bis Revelstoke.

Nahe Revelstoke übernachten wir dank der App iOverlander 2x wild und machen am Tag dazwischen im Revelstoke NP eine 5 Stunden Wanderung zu einem noch vereisten See. Nachmittags ist dann Hausarbeit angesagt. Wir betätigen uns im Waschsaloon und waschen die Bettwäsche. Ach ja, und eine der größten Dampfloks der Canadian Pacific Railway besichtigen wir auch.

 

Immer wieder, so wie auch in den letzten Wochen suchen wir zur passenden Zeit öffentliches WiFi und chatten oder telefonieren sogar per Internet mit zuhause.

Den kanadischen Glacier NP lassen wir wegen schlecht Wetter aus, Gletscher gibt es in Europa auch. Am Rande der Straße sind immer wieder Sightseeing Points gekennzeichnet und an dem einen oder anderen halten wir, wie z.B. an dem Canadian Red Cedar Wood.
Die Rocky Mountains find ich bis jetzt noch gar nicht so rockig (Korrektur im nächsten bericht ;-)). Die Alpen gefallen mir weit aus besser, da es dort auf kleinerem Raum viele unterschiedliche Gebirge gibt und die Wandermöglichkeiten besser sind. Was hier beeindruckt ist die Weite der Täler und die Wälder, die bis auf den Talgrund reichen und die ungezähmten Flüsse. Auch die Tierwelt, die uns tagtäglich in Form von zutraulichen Chipmunks (Streifenhörnchen), Erdhörnchen, Hasen und Rehe (hier Whitetail Deer, Mule Deer) begegnen ist einzigartig.

 

Nahe Golden, östlich des Glacier NP, machen wir am Cedar Lake Camping schon wieder einen Ruhetag. Genießen den immer wieder kehrenden Nieselregen und die vielen Mücken, backen Brot und bauen zwischen Batterie und Batteriewächter ein fetteres Kabel mit 40A Sicherung ein.

Wir fahren über Golden nach Radium Springs. Treffen Walter und Andrea, die wir vom Terminal in Halifax kennen (sind aus dem Kreis Ludwigsburg) und verbringen gemeinsam einen Ruhetag (schon wieder!) im Wald südl. des Kootenay NP. Abends wird natürlich ein Campfire angezündet und auf schwäbisch geschwätzt.
Aus dem einen Ruhetag werden wetterbedingt 3 Nächte auf dem Waldplatz. Bei kalt und Regen macht es keinen Sinn in den Banf NP zu fahren.

Die US-Amerikaner

Zugegeben, viele von uns Deutschen haben ja gegenüber den US-Amerikanern ein paar Vorurteile. Was wird alles erzählt: zu fett, immer bewaffnet, uninteressiert gegenüber dem Rest der Welt, schlechte Autos, gefährliche Gegend u.s.w.

Aber was haben wir bisher hier erfahren:

Die Menschen: Immer außerordentlich freundlich und höflich und außerordentlich korrekt. Wir werden oft angesprochen, wegen Olli, und immer ist man interessiert wo wir herkommen und was wir vorhaben. Fast alle haben irgendwelche Beziehungen zu Deutschland.

Man entschuldigt sich, wenn man jemandem im Weg steht, aber der Hammer war letztens im Supermarkt. Es ist eine Kasse offen und es hat sich eine kleine Schlange gebildet, ich bin der zweite und bin fast an der Reihe als eine weitere Kasse öffnet. Wie wäre das in Deutschland, z.B. beim Aldi? Na, ihr wisst schon, Sturm auf die Kasse. Wie ist es hier: Man erklärt mir, dass ich an der Reihe bin und an die andere Kasse gehen soll. So geht das! Selbstverständlich kein Stress an der Kasse, die Kassiererin packt einem die Sachen in Tüten, läuft aus der Kasse raus und packt alles in den Einkaufswagen. So geht das!

Straßenverkehr: Das in Deutschland auf den Straßen Krieg herrscht hatte ich ja schon gewusst, aber ich hatte keine Vorstellungen wie entspannt es hier ist. Autofahrer nehmen absolut Rücksicht auf einander. Es wird miteinander, nicht gegeneinander gefahren.

Einige Beispiele: In manchen Staaten darf man trotz roter Ampel rechts abbiegen. Da wir nicht wissen in welchen, halten wir prinzipiell immer mit gesetztem Blinker. Da wird hinten aber nicht gehupt, überhaupt hupt hier niemand. Nein, man wartet einfach bis wir fahren.

Oft gibt es Kreuzungen wo an jeder Seite ein Stop-Schild steht, also 4 Stopschilder. Fahren darf wer zuerst dort war, dann der nächste u.s.w. Was würde das in Deutschland geben?! Hier funktioniert das, völlig stressfrei.

Auf Landstraßen, wo wir nicht die schnellsten sind, wird mindestens 100m Abstand gehalten und erst überholt wenn es auch erlaubt ist. Auf 8000km wurden wir nur wenige Male bei durchgezogener Linie überholt.

Einkaufen: Was muss man alles hören oder lesen… Nein, auch einkaufen ist unproblematisch, im Walmart gibt es Gemüse und Obst, Käse und Wurst. Sicher, einige Sachen vermissen wir, vor allem anständiges Brot. Aber manchmal findet man eines das man so halbwegs durchgehen lassen kann. Auch Wurstaufschnitt in unserem Sinn gibt es fast nicht. Dafür ist Käse und Streichkäse kein Problem. Allerdings hat der Käse ein anderes Aroma, also fast keines ;-). Fleisch ist meist sehr billig und von hervorragender Qualität. Bier ist sau teuer aber man kann es trinken. Gemüse ist ebenfalls sauteuer, kommt eben aus dem Süden und das ist hier weiter als Deutschland – Spanien.

Campingsituation: Heißt es doch dass die USA das Camperland schlechthin sei. Kann schon sein, im Sinne der Amerikaner, die immer auf einen RV-Camping gehen. Müssen sie ja auch mit ihren Dickschiffen. Ein kleines Wohnmobil ist 10m lang, ein großes mindestens 15m, dahinter zieht man dann noch einen Jeep und vielleicht ganz hinten noch ein Boot.

Aber für uns Wildcamper ist es manchmal ganz schön schwer einen Stellplatz zu finden. Zwar darf man in den National Forrest überall frei stehen, aber es gibt nicht überall einen National Forest. Dann wird es schwierig, oft fahren wir 50-70 Meilen, links und rechts gehen immer kleine Straßen ab, aber alles ist privat. Überall wohnt jemand. Die Landschaft ist total zersiedelt. Kleine Campingplätze bieten immer nur ein Plumpsklo und keine Dusche und kosten mindestens 12$, manchmal 18$. Wir hoffen weiter im Norden und später im Süden wird es besser.

So weit mal, wird bei Gelegenheit aktualisiert.

Glacier NP

Reisezeitraum:  16.Juni – 21.Juni 2018

Probleme: Scheibenwischerendschalter gibt den Geist auf

Strecke: ca. 800 km

Nach Norden zum Glacier NP

Vom Yellowstone aus fahren wir nach Nordwesten einen kleinen Umweg und treffen dort auf einem RV-Park Ali und Malte von Dulliexploring. Beide sind seit 1,5 Jahren von Südamerika kommend unterwegs und es gibt viel zu erzählen. Es wird ein gemütlicher Abend zu viert bei uns im Olli.

Am nächsten Tag besuchen wir den Bison State Park, den man befahren kann. Es ist eine kleine 20km Runde auf der wir Bison, Pronghorn Antilope, Whitetail Deer und eine Grizzlymutter mit Jungem sehen. Danach geht es weiter gen Norden.

 

Pause am Hungry Horse Lake

Die letzten Tage waren dann doch viel mit Fahrerei gefüllt, so dass wir uns nun eine Pause  gönnen bevor wir den Glacier NP besuchen. Auch ist das Wetter noch sehr trübe und das wäre schade für den Park. Wir stehen 3 Nächte am Hungry Horse Lake, 1 Nacht auf einem kleinen Camping, 2 Nächte viel besser auf einem Wiesenplatz am See (kostenlos). Es besucht uns jeden Tag ein „Reh“, heißt hier ja Mule Deer.
Als Mark und Randy vom Angelausflug kommen frag ich sie ob sie was gefangen haben. Und plötzlich war ich Besitzer von 2 fangfrischen Forellen. Die einzigen beiden, die Mark und Randy vom See mitgebracht haben. Haben Sie mir einfach geschenkt, und vorher sogar ausgenommen. Super nett fand ich das, etwas peinlich war´s aber doch. Naja, sie haben gesagt, dass beide keinen Fisch essen.

 

Glacier NP

Dann verbringen wir 2 Tage im Glacier NP. Wir fahren morgens rein, wandern ein bisschen und fahren nachmittags wieder raus an unseren Topstellplatz am Fluss.

Die Wanderungen, bei bestem Wetter, entlang dem Fluss und hinauf an den Avalanche See sind wunderschön. Leider sind wir nicht alleine.

Auf dem Weg zum See steht uns dann auch noch ein Schwarzbär im Weg. Na mit der Zeit trottet er sich dann aber.

 

Yellowstone

Reisezeitraum:  13.Juni – 15.Juni 2018

Probleme: Die Batterie für die Kabine schwächelt
(20.6. gelöst, siehe unten)

Strecke: ca. 450 km

Reiseroute: Innerhalb Yellowstone

Yellowstone

 Wir erreichen Codi, das von Buffalo Bill (William Cody) mitbegründet wurde, morgens und besuchen dort das Buffalo Bill Museum. Dieses zeigt sehr anschaulich die Lebensweise der Prärieindianer und ihren Untergang durch die Abschlachtung der Bisons.
Nachdem wir Olli auch etwas Pflege angedeihen haben lassen, geht es zum Yellowstone Park.

Von Cody, das als östliches Tor des Parks gilt, sind es ja nur 85km bis zum Osteingang. Von dort, bis zum ersten Infocenter sind dann eben noch mal 43 km durch tolle Landschaften und über den Sylvan Pass 2600m hoch.
Wir fahren dann noch am Yellowstone Lake entlang und wollen Bekannte treffen, wissen aber nicht wo diese sind. Und schon ist der Tag fast vorbei.

 

Wir übernachten außerhalb des Südeingangs und fahren am nächsten Tag wieder in den Park (im Park wild campen ist verboten).

Am Upper Geyser Basin laufen wir in 4 Stunden den Rundkurs, beobachten den Ausbruch vom Olf Faithfull und dem Grand Geyser. Dieser hat uns wesentlich besser gefallen, da er fast 5 Minuten lang Wasser gepustet hat.
Waren in Island letztes Jahr die Thermalfelder größer, so gibt es hier im Yellowstone wesentlich mehr „farbige Löcher“. Anhand der Farben kann man die Temperatur bestimmen. Blau ist sehr heiß da dann keine Kleinstlebewesen darin leben, je mehr es von gelb nach braun wechselt, desto mehr der Microorganismen leben dort und desto kälter ist das Wasser.
Am schönsten ist die Grand Prismatic Spring, das größte farbige Loch. Von einer Aussichtsplattform lässt es sich gut überblicken.
Gegen Abend fahren wir noch entlang des Firehole Lake Drive wo es ebenfalls bunte Quellen gibt.
Die Nacht und den nächsten Tag verbringen wir außerhalb des Südeingangs auf einem kostenlosen Camping am See.

 

Nach dem Tag Pause fahren wir noch mal in den Park auf die Nordseite zu den Mammoth Hot Springs. Leider macht das Wetter nicht so mit, zumindest ist trocken.
Die Mammoth Hot Springs sind riesige Sinterterrassen in allen Farben. Das heiße kalkhaltige Wasser lagert beim abkühlen den Kalk ab und hat damit die (mal wieder) größten derartigen Kalkterrassen weltweit gebildet.

Fazit Yellowstone: Wir haben sicher nicht alles gesehen, aber die bunten Quellen im Upper Geyser Basin waren schon toll, es lies auch die vielen Leute verschmerzen. Auch der Grand Geysir mit dem 5 Minuten langen Ausbruch war super. Da wir letztes Jahr in Island waren hat uns alles nicht ganz so beeindruckt wie erwartet. Island ist schon noch mal eine andere Hausnummer. Auch was im Yellowstone als besonderer Wasserfall ausgeschildert ist, wäre in Island nicht mal auf der Karte verzeichnet. Aber gelohnt hat es sich trotzdem, man muß es mal gesehen haben.

 

Schwächelnde Batterie:
Beim nachmessen hat sich rausgestellt, das die 30A Sicherung zwischen Batterie und Batteriewächter mehr Wärme als erlaubt produziert. Das Gehäuse war schon angeschmort. Dadurch ergab sich ein Spannungsverlust von > 1V was sich dann doch mehr auswirkt als gedacht. Zuerst hab ich die Sicherung durch ein Kabek ersetzt, später dann ein neues Sicherungsgehäuse eingebaut.