White Sands, wandern im Chiricahua NM und Tombstone

Reisezeitraum:   14.3.  – 21.3.2020

Probleme:  keine

Strecke: ca. 970 km

Vom Frühstückstisch aus beobachten wir morgens ein ganzes Rudel „Rehe“, oder White Tail Deer, wie die hier heißen. Dann machen uns auf nach Carlsbad zum einkaufen beim bereits geplünderten Walmart. Corona-Hysterie auch hier, teilweise leer gekaufte Regale. Was es gar nicht mehr gibt ist Trinkwasser, Klopapier und Fleisch. Na, dann kaufen wir eben was es noch hat. Beim AT&T bekommen wir dann auch eine Telefonkarte. Wir sind wieder online, naja, sofern es in der Pampa Netz hat.

Anschließend schraubt sich die Straße höher und höher, bis auf 2000m in den Sacramento Mountains. Hier hat es sogar 3 Skilifte. Wir übernachten im Lincoln Forest auf 1900m, nachts ist es nahe 0 Grad.

Morgens bemühen wir sogar die Heizung und beobachten wieder vom Frühstückstisch aus das Wildlife – 4 riesige Fasane.

Einige km hinter Alamogordo kommen sie dann, die White Sands. Nahezu weiße Sanddünen, falsch – keine Sand sondern Gipsdünen. Es ist wie ein riesiger Sand – Gipskasten durch den eine Straße hindurch führt. Wir halten verschiedentlich an und gehen auch ein paar kurze Wege durch die Dünen.

Mittags zieht der Himmel zu, es sieht schon wieder nach Gewitter aus. Wir treffen Daniel und Lisa, die uns einen Tipp für einen Stellplatz in der Nähe geben. Den steuern wir an und bleiben dort dann bei bestem Wetter auch am nächsten Tag noch hängen. Abends gibt es dann endlich wieder ein Campfire und Wolfgang und Hilde gesellen sich auch dazu.

Am nächsten Tag fahren wir die paar Kilometer zurück nach Almogordo zum entsorgen, dann geht es Richtung Westen, wir wollen in die City of Rocks und in das Gila Cliff Wellings. Auf dem Weg liegt das Missle Range Museum, ein Freilichtmuseum mit allen möglichen Raketen. Wir stehen zwar nicht so auf Raketen, aber wenn wir schon hier sind! Leider lässt man Europäer nicht rein – wegen Corona? Na dann halt nicht.

Aber das soll nicht die letzte Pleite heute sein, wir erreichen am Nachmittag den City of Rocks State Park – leider geschlossen. Ein weiterer Besucher sagt uns, dass wegen Corona in ganz New Mexiko alle Parks geschlossen sind. Na Klasse! Als wenn man sich im Supermarkt nicht eher anstecken könnte als beim wandern allein in freier Natur. So können wir uns Gila Cliffs auch abschminken. Wir übernachten im Gila National Forest, kurz hinter Silver City.

Am nächsten Tag versuchen wir in Lordburg auf einem RV Park zu duschen, 15$ will man dafür. Na dann eben Waschlappen! Abends duscht Frank hinter dem Auto.

Da das Apache Museum in Rodeo sicherlich auch geschlossen ist, bleiben wir auf der Interstate 10 bis Bowie und fahren dann über den wunderschönen Apachepass hinunter in den Chiricahua National Monument. Dieser liegt in Arizona, zwar ist der Visitor Center auch „Corona – geschlossen“, aber die Wanderkarten liegen außen aus und man kann wandern gehen. Bereits bei der Einfahrt in den Park stehen die Rehe (Mule Deer) am Straßenrand und am nächsten Morgen besuchen uns große blaue Vögel (Mexican Jay). Abends stehen wir außerhalb im Coronado Forest am Bach und nachts schüttet es dann was geht.

Wir verbringen drei Nächte im National Forest und fahren zweimal in den Park zum wandern. Weil man wegen einem Baumsturz nicht weit in den Park hinein fahren kann, laufen wir am ersten Tag 3,5 Stunden den Natural Bridge Trail. Mittags wird dann der Baum weggeräumt. Am zweiten Tag geht es erst hinauf zum Aussichtspunkt und dann durch den Echo Canyon. Die Felsformationen lassen einen doch staunen, manche Klötze widerstehen sogar der Schwerkraft. Am dritten Abend sind wir 20 Minuten zu spät dran, unser toller Stellplatz im Wald, an dem wir windstill bis zum Sonnenuntergang Sonne hatten, ist belegt. Es ist Freitag und alles ist wieder unterwegs. Na wir finden weiter hinten im Wald einen anderen Platz und backen mal wieder ein Brot.

Nach 3 Tagen im Chircahua Park treibt es uns weiter. Wir fahren östlich durch riesige weite Täler hinüber nach Tombstone, einer alten Westernstadt. Dank Wyatt Earp, Doc Holiday und dem legendären „Gun Fight at O.K.Corral“ gegen den Clanton Clan, der mehrfach verfilmt wurde, ist kaum ein anderes Wild West Städtchen so bekannt wie Tombstone = Grabstein.

Entlang der für den Verkehr gesperrten Allen Street reihen sich Saloons und Souvenirshops aneinander. Es ist alles sehr authentisch erhalten, nur leider wegen Corona mal wieder fast alles geschlossen.

Wir bummeln durch Städtchen, schießen was das Zeug hält – Bilder und stehen dann abends auf BLM – Ranch Land mitten im Wilden Westen. Die Rancherin kommt noch vorbei und wünscht uns einen guten Aufenthalt.