Reisezeitraum: 15.11. – 28.11.2025
Probleme: Keine
Strecke: 800 km
Nach zwei gemütlichen Tagen am Campingplatz fahren wir am dritten Tag erstmal in den Ort, bummeln rum und gehen essen. Dann fahren wir ins Valle de Luna, das ist nicht weit. Das Tal wird in allen Reiseführeren hoch gepriesen. Ticket muß man online vorher kaufen, eingeschlossen ist der abendliche Besuch am Aussichtspunkt.
Sylvia schreibt ins Tagebuch: „ Das Tal ist eigentlich ein von Riesen zusammen geschütteter Lehmhaufen mit schwarzen Dünen dazwischen.“
Anfangs sind wir fast noch alleine, doch dann wird plötzlich die Touribüchse geöffnet. Wir machen eine kleine Rundwanderung auf einen Aussichtspunkt. Abends sind wir wieder auf dem Campingplatz.
Nach einem weiteren Pausentag verlassen wir den CP und wollen zwei Lagunen im Süden von San Pedro besuchen. Die erste, die Laguna Lejia liegt weit über 4000m hoch. In Talabre auf 3000m müssen wir diesmal die Tickets lösen, dann zieht sich die Straße gerade die Hänge hinauf bis auf 4400m um dann noch mal 30km diese riesigen Hänge zu queren. Von der Hauptstraße sind es 60 km bis zur Lagune, welch Entfernungen.
Die Lagune Lejia begrüßt uns mit Wolken, es ist kalt und windig. Auf dem Rückweg kommen wir pünktlich, wie angeordnet am Ticketdorf vorbei. Die Mädels im Office freuen sich riesig.
Wir übernachten weit unten, ordern wieder online Tickets für die Laguna Aquacaliente, ja Chile ist ticketlastig, und fahren am nächsten Tag wieder hinauf auf 4100m. Die Fahrt, auf guter Straße ist allein schon ein Erlebnis. Wenn man über die vielen Leute hinweg sieht, ist es die Lagune auch. Nach dem obligatorischen Touristenrundgang mit Einbahnwegen, fahren wir etwas weiter zu einem Aussichtspunkt, an dem die Touribusse nicht halten.
Und 11km weiter finden wir dann noch die Laguna Tuyaito in wunderschönem türkis.
Auf dem Rückweg „ins Tal“ liegen rechter Hand die Laguna Miscanti und Miniques, die wir „mit gebucht“ haben. Da wir schon recht spät dran sind ist dort fast nix mehr los. Wir können das leuchtende Blau beider Lagunen in Ruhe geniesen. Auf dem Rückweg fallen uns die auf 3000m Höhe gelegenen Terrassen auf, wo Gemüse angebaut wird.
Wir finden einen Picknickplatz unter Bäumen, gehen dann morgens in San Pedro nochmals einkaufen und fahren wieder auf den CP „Anden Nomads“, wo wir noch Moni+Manuel und Margit +Rolf treffen, die Mittags dann zur Lagunenroute aufbrechen. Auch Edi + Brigitte aus der Schweiz sind da, die Matthias und ich zuletzt 2018 in Yukon getroffen hatten.
Wir bleiben nur eine Nacht, dann fahren wir nach Acroiris, einer Schlucht mit bunten Felsen, wo wir auch übernachten.
Am Sonntag verfahren wir uns das erste Mal. Das Navi meint, es geht von Acroiris über Rio Grande hinauf nach Caspana. Nach einigen steilen, sandigen Serpentinien merken wir, dass die Straße in einem Hochtal endet und wir einen Esel brauchen um weiter zu kommen. So drehen wir um Richtung Hauptstraße und fahren über Calama, Chiuchiu (Zwischenstopp) nach Caspana. Es soll ein nettes Bergdorf mit hübscher Kirche sein. Naja, und die Kirche war auch geschlossen. Von dort geht es wieder über 4500m zurück nach San Pedro.
Wir nisten uns nun für mehrere Tage auf dem CP ein, zum Entspannen und warten auf die Nachricht, dass die bestellten neuen Reifen in Antofagasta eintreffen.
