Der Salar de Uyuni und die Lagunenroute

Reisezeitraum:  8.11. – 14.11.2025

Probleme: Keine
Strecke: 450 km

Uyuni ist dann schon mal noch etwas anders als Orte in Argentinien. Fotografieren ist schwierig, die Indigenen möchten das nicht. Anbei trotzdem ein paar Bilder.

Den Salar wollen wir wegen dem Salz unserem Olli nicht antun. Deshalb organisiert uns Ana einen Tourguide, der uns einen Tag auf den Salar fährt. In Uyuini gibt es ca 200 Tourorganisationen mit je 5 Fahrzeugen, erzählt der Guide Ronaldo. Man kann sich also vorstellen was ringsum so los ist.

Trotzdem, der Salar, 5x so groß wie der Bodensee war einen unserer Highlights.

Zuerst ging es zum Eisenbahnfriedhof, wo die Dampflokomotiven aus früheren Zeiten vor sich hinrosten. Der Platz wird von Touristengruppen geradezu geflutet und es ist gar nicht so einfach Fotos ohne Leute zu machen.

Dann geht es auf den Salzsee, den Salar de Uyuni. Die Weite ist beeindruckend. Mit 90 km/h fliegt der Toyota über die Piste und weil dem Auge jeglicher Anhaltspunkt fehlt, denkt man er fährt nur 40 km/h.

Aber lassen wir die Bilder sprechen.

Wir besuchen das Rallye Dakar Denkmal das am alten Salzhotel steht und die Kakteeninsel Incahuasi. Mittagessen mitten auf dem Salar und ein Gläschen Wein zum Sonnenuntergang sind inbegriffen.

Leider hat sich an Rolfs Hubdach ein Schaden heraus gestellt, so dass er das Dach nicht mehr aufstellen kann. Das heißt, er fährt zurück nach Salta und schaut ob er es dort repariert bekommt.
Für uns heißt das, wir dürfen die Lagunenroute alleine befahren (da war es nur noch einer).

Zitat von 2011:  Die Lagunenroute von Uyuni nach San Pedro de Atacama (Chile) ist eine der spektakulärsten Hochlandstraßen der Welt (ca. 450 km). Da die Piste in einem miserablen Zustand ist, sollte sie nur mit 4×4 Fahrzeugen befahren werden. Entweder besteht sie aus brutalem und Material zermürbendem Wellblech, Sand oder tiefen, ausgefahrenen Fahrspuren, oder es geht einfach offroad über Sandfelder und Grasbüschel.

Mittlerweile fahren da aber täglich 100erte von Tourfahrzeugen durch, die Piste wird nicht präpariert und ist somit noch schlechter.

Aber die Landschaft ist toll, bunte Lagunen mit Flamingos, weite Ebenen, steile Anstiege und farbige Berge. Wir brauchen 5 Fahrtage, übernachten mehr schlecht als recht immer über 4200m, fahren hinauf bis auf 4961m und quälen das Auto immer in der Untersetzung.

An der Laguna Canapa treffen wir die ersten Flamingos. Die Lagunen Hedionda und Negra liegen an der Strecke, an der Laguna Remaditas übernachten wir.

Am nächsten Tag sehen wir die ulkigen Viscuchitas, eine Chinchillaart.
Der Arbol de Piedra (Steinbaum) ist eines der Wahrzeichen der Lagunenroute. In der Stunde die wir dort standen kamen sicherlich 50 Tourfahrzeuge vorbei.

Das Highlight ist die Laguna Colorada, die wir abends erreichen. Vom Aussichtsberg haben wir eine tolle Aussicht, am nächsten Morgen dann auch noch von der anderen Seite.

Der vorletzte Tag führt uns hinauf auf das höchst gelegene Geysirfeld der Welt, 4961m zeigt das Navi an. Wir stehen um fünf Uhr auf um noch früh oben zu sein, damit man die Dampfschwaden sieht. Übernachten wollten wir da oben nicht, die 4400m für die Nacht haben uns gereicht. Die Piste hinauf ist grässlich, die Aussicht überwältigend.

Dann geht es bergab, vorbei an einem Thermalkraftwerk. Wir baden an einer Therme und Sylvia holt sich einen Sonnenbrand, Übernachten noch einmal nahe der Laguna Verde, dann erreichen wir die Grenze nach Chile und Asphalt, den wir willkommen heißen.

Von der Grenze auf 4700m lassen wir den Landy schön gemütlich die 2200m hinunter nach San Pedro de Atacama rollen, immer in der Untersetzung um die Bremsen zu schonen. Auf dem Camping Anden Nomads richten wir uns für ein paar Tage häuslich ein, schruppen den Staub aus dem Auto, waschen Wäsche und schreiben diesen Bericht.