Zurück gen Uruguay

Reisezeitraum:  10.01. – 25.01.2026

Probleme: Keine

Strecke:   1243 km

Schweren Herzens nehmen wir Abschied, auch Nano kommt nochmal vorbei um uns zu verabschieden. Wir haben Freunde gewonnen, sicherlich sehen wir uns wieder, nächstes Jahr.

Wir fahren erst entlang des Rio Paraná nach La Paz, dort ist ein salzhaltiges Thermalbad. Wir dürfen auf dem Gelände nächtigen und so können wir uns entspannt ins Wasser legen, das uns trägt. Es ist wie im Toten Meer.

Dann queren wir das Zweistromland „Entre Rios“, das zwischen dem Rio Panraná und dem Rio Uruguay liegt. Es geht durch Sumpf- und Agrarland. Am späten nachmittag erreichen wir den Rio Uruguay, wenige hundert Meter vor der Grenze geht es auf ein Freizeitgelände am Fluß / Stausee. Wir finden einen netten Platz im Schatten (36°C) und bleiben 2 Nächte. Abends ist tierisch was los, die Cabybaras (Wasserschweine) sind ganz zutraulich.

Die Grenzformaltäten sind trotz Umbau an der Grenze schnell erledigt. Obwohl wir alles aufgegessen haben, wollte vom Zoll niemand in unseren Kühlschrank gucken. In Saldo machen wir wieder Großeinkauf, dann geht es zur nächsten Therme Guaviyu. Es hat 37°C und es gibt leider keine kalten Becken. Wieder bleiben wir 2 Nächte auf dem großflächigen Gelände, gehen morgens und abends baden und machen „Urlaub“.

Weiter geht es durch Agrarland südwärts. Eine Nacht am Lago de Paso, wo Frank bei 28°C Wassertemperatur baden geht.
Wir besuchen die Grutas del Palacio, natürlich ausgewaschene Höllen lassen uns staunen.
Kurz vor Trinidad gehen wir in einen Zoo, wo wir noch mal jede Menge der unterschiedlichsten Tiere sehen. Der Zoo hat uns sehr gut gefallen.

Der Rest ist dann schnell erzählt. Nach drei Nächten auf dem Platz von Sylvia östlich Montevideo, wo wir schon erste Aufräum- und Putzarbeiten erledigen, fahren wir nach Nueva Helvetica zu Rolf. Wir bereiten die Rückreise vor, machen alles top sauber, Rolf stellt uns Hochdruckreiniger und Staubsauger zur Verfügung. Ein letztes Treffen mit Orsina und Gian, die einen Tag vor unserer Abreise ankommen sollten klappt nicht. Ihr Flieger aus der Schweiz hatte wegen Trump (Davos) Verspätung und so haben sie den Anschlussflug in Frankfurt verpasst. Na dann grillen wir eben alleine.

Samstag gegen 14 Uhr bringt uns Rolf zum Flugplatz, Sonntag 15 Uhr holt uns Uli in Frankfurt ab. Fast zuhause fängt es an zu schneien.

Alles war wieder super, na dann bis zum Herbst (Frühjahr in SA).

Freunde und Gauchos in Corrientes

Reisezeitraum:  27.12.2025 – 9.01.2026

Probleme: Keine

Strecke:   1350 km

Wir verlassen San Lorenzo bei bewölktem Himmel. Es geht erst etwas südwärts, entlang dem Embalse Cabra Corral, einem Stausee und dann entlang dem Rio Juramento. Durch ein grünes Tal schlängelt sich der Fluß. Wir haben Glück und es ist trocken, sonst wäre die Lehmpiste wohl nicht befahrbar. Abends stehen wir toll am Fluß, die Zirkaden „zirpen“ und die Sandflies beißen uns die Waden kaputt, was wir aber erst am nächsten Tag bemerken. Zwei Angler sind auch hier, einer, Ariel hält einen kleinen Plausch mit uns, später kommt er nochmal vorbei, wünscht uns eine gute Reise und schenkt uns eine Flasche Wein!

Nach über 500 Kilometer fast gerade aus, einer sehr warmen Übernachtungen an der Shell, wo wir morgens dann in einem See stehen, unterwegs viel Regen und schwülen Temperaturen wollen wir noch in den NP El Chaco fahren. Doch als wir die Lehmpiste sehen, drehen wir lieber um und übernachten noch mal an einer Tankstelle. Tags darauf überqueren wir den Rio Panará und fahren die letzten Kilometer hinunter nach Lavalle. Dort besuchen wir José, mit dem wir letztes Jahr vier Wochen in Patagonien unterwegs waren.

Wir verbringen hier eine schöne und sehr heiße Woche, mit baden im Pool und mehreren Grillabenden. Nach und nach lernen wir viele liebe Verwandte von José kennen. An Sylvester sind wir bei Freunden von José ebenfalls willkommen (keine Fotos).

Wir wollen noch die Ranch von Matthias besuchen, müssen aber wegen der nassen, schlammigen Zufahrt ein paar Tage warten. Am 6. Januar ist es dann soweit, wir fahren ca. 100km in die Pampa. Mitten im Nirgendwo ist die Ranch, wo mehrere Gauchos leben und arbeiten. Wir bekommen etwas Einblick in Ihre Arbeit.

Wie im Horrorfilm hängen am Baum die leeren Hüllen der Zirkaden (Chicharas).

Morgens werden dann rund 60 Kälber zusammen getrieben, die Stellen der Brandmarkierungen werden kontrolliert und tlw desinfiziert, auch werden einige geimpft. Die Schafe werden ebenfalls auf den Gesundheitszustand kontrolliert.

Auf dem Rückweg sehen wir dann sogar noch einen Kaiman im Sumpf.

Wir wollten dann noch zum jährlichen Fest von Gaucho Gil in Mercedes, leider war da so ein großes Verkehrsaufkommen, das wir 4 km vor dem Ziel im Stau hängen geblieben sind.

Vom Paso San Francisco zurück nach Salta

Reisezeitraum:  11.12. – 26.12.2025

Probleme: Keine

Strecke:   650 km

Vom Paso San Francisco kommend übernachten wir weit unterhalb und fahren am nächsten Tag nach Fiambala. Ein Gr0ßeinkauf steht an und anschließend gehen wir mittags nochmals in die Therme.

Tags darauf besuchen wir 200km weiter die Ausgrabungsstätte Chancal. Chancal bei Belen bezieht sich auf El Shincal de Quimivil, eine bedeutende archäologische Stätte und ein ehemaliges Inka-Verwaltungszentrum in der Nähe der Stadt Belén. Im Museum gibt es einige Artefakte zu sehen, anschließend wandern wir durch das weitläufige Ausgrabungsgelände. Übernachtet wird direkt am Eingang, abends machen die Zikaten einen Höllenlärm.

Ebenfalls eine riesige Inka Ausgrabungsstätte ist Quilmes, was wir Tags darauf besuchen. Im Museum ist es kühl und windstill und wir bekommen sogar eine deutsche Broschüre. Interessant ist der Zeitstrahl der Menschheitsgeschichte der mit Messi endet.

In Cafayata essen wir im Mercado Tagsmenü für 4,6 Euro, besichtigen die fünf schiffige Kirche und fahren anschließend in die Quebrada de las Conchas, eine tolle bunte Landschaft.

Nach Salta nehmen wir den Umweg über die Quebrada de La Flecha, Molinos und Cachi. Eine tolle Faht wieder hoch ins Gebirge bis auf 3000m. Zwei Tage an der Laguna Brealita sind uns schön in Erinnerung mit Beobachtung von Wildeseln und Kolibris.

Wir verbringen eine Nacht auf dem netten Campingplatz in Cachi. Auf dem Weg nach Salta kommen wir durch den NP los Cardones, eine Hochebene auf 3000m mit tausenden Kakteen. Ein kleiner Rundweg führt durch die Wildnis.
Auf dem Weg bergab wird es immer grüner, die Füchse betteln an der Straße.

Die Weihnachtstage sind wir in San Lorenzo, nahe Salta bei Frank Neumann. Zusammen mit anderes Reisenden verbringen wir schöne entspannte Tage.