Chile, entlang der Küste

Reisezeitraum:  30.11. – 10.12.2025

Probleme: Keine

Strecke:  935 km

Nach vier Pausentagen auf dem Campigplatz „Andes Nomads“ in San Pedro de Atacama, wo auch unsere Reisebekannten Moni+Manu und Rolf + Margrit eingetroffen waren, fahren wir weiter. In Antofagasta sind unsere bestellten Reifen endlich angekommen und wir haben am Montag dort einen Termin.

In Calama, dem Minenort biegen wir links ab, es ist eine langweilige Wüstenlandschaft.

Plötzlich steht am Straßenrand so ein riesiger Minenlaster – gigantisch.

Die Landschaft ist mit Minen durchsetzt. Überall wird „gebuddelt“. Kilometerlange Abraumhalden säumen unseren Weg. Mit großen Solarfeldern und Windenergie wird der Strom für die riesige Kupfermine, das größte Loch der Erde, erzeugt. Leider haben wir keinen Besichtigungstermin mehr bekommen.

Es zeigen sich schon die ersten verlassenen Minendörfer, eines davon besuchen wir – Chacabuco. Eine ehemalige Arbeiterstadt, sogar mit Theater. Hier wurde früher Salpeter abgebaut, später war es unter Pinochet zwei Jahre lang ein Lager für politische Gefangene, heute ein Museum. Wir können im Gelände ruhig übenachten.

Kurz nach Chacabuco finden wir in Baqueno ein Freilichtmuseum für die alte Eisenbahn, mit der früher die Minen betrieben wurden. Heute geht alles per Straße.

Nachdem wir in Antofagasta, einer doch recht großen Stadt, die Reifen haben motieren lassen und etwas Gas nach getankt haben, fahren wir gen Süden, in ein einsames Tal, von dort ein Abstecher zu der „Manu del Sierto“ und dann geht es ans Meer. Von 1700m haben wir einen tollen Blick auf den Pazifik, bevor sich dann die RN1 langsam hinunter schraubt.

Wir fahren mehrere Tage entlang der Küste, meist nur 100km am Tag und haben immer tolle Übernachtungsplätze. Viele kleine Fischerdörfer oder –hütten finden sich entlang der wilden Küste.

Wir kommen durch den Nationalpark Pan de Azucar (Zuckerhut), machen eine schöne, heiße Wanderung zum Aussichtspunkt oberhalb der Küste und finden uns abends wieder am Meer ein.

Der letzte Platz am Meer ist bei einer kleinen Seelöwenkolonie, steht der Wind entsprechend, stinkt es bis zu uns herüber. Dann geht es wieder ins Landesinnere. Wir wollen wieder hinüber nach Argentinien. Auf dem Weg liegt noch eine fossile Ausgrabungsstätte, die wir uns ansehen.